Aktualisiert 05.01.2011 07:42

National League A

Kloten bezwingt Bern nach Penaltys

Die Kloten Flyers bleiben unangefochten Leader. Der Tabellenführer schlug den SC Bern nach Penaltyschiessen 3:2.

von
fox

Kloten - Bern: Kloten verspielte einen Punkt

Die Kloten Flyers mussten im zweiten Heimspiel des Jahres erstmals Federn lassen. Etwas mehr als 50 Stunden nach dem 4:2 gegen Rapperswil-Jona gab es «nur» ein 3:2 nach Penaltyschiessen gegen den SC Bern.

Das Wort «nur» stand deshalb, weil Kloten die 2:1-Führung bis sechs Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit souverän verteidigt hatte. Bern wollte mit sechs Feldspielern die Verlängerung erzwingen, im allgemeinen Durcheinander vor Klotens Goalie Ronnie Rüeger gelang das Unterfangen. Via Schlittschuh von Félicien Du Bois ging der Puck ins Tor, als offizieller Torschütze wurde JP Vigier angegeben. Der kanadische Spengler-Cup-Teilnehmer scheiterte dann im Penaltyschiessen aber als letzter Berner an Rüeger. Nervenstärker traten die Klotener Spieler auf, drei Akteure reüssierten.

Die Flyers, bei denen der Finne Marko Luomala keine 24 Stunden nach der Ankunft und nur mit einem Training in den Beinen debütierte, verdienten sich den zehnten Sieg aus den letzten elf Spielen redlich. Sie gingen im ersten Drittel wie gewohnt ein hohes Tempo - und dadurch bis zur 18. Minute 2:0 in Führung. Simon Bodenmann und Junior Samuel Keller aus dem vierten Sturm trafen für die bis dahin wesentlich aktiveren Klotener. Der geringere Aufwand im mittleren Abschnitt rächte sich schnell. Ryan Gardner gelang 111 Sekunden nach Wiederanpfiff der Anschlusstreffer. Dieser war aber nicht das Startsignal zu einem Berner Sturmlauf. Kloten verstand es ausgezeichnet, den Vorsprung zu verwalten. Die Flyers liessen kaum Chancen des Gegners zu. Bis Du Bois nach 59:54 Minuten die fatale Bewegung mit dem Schlittschuh unterlief.

Kloten Flyers - Bern 3:2 (2:0, 0:1, 0:1, 0:0) n.P.

Kolping Arena. - 6375 Zuschauer. - SR Kurmann, Mauron/Schmid.

Tore: 4. Bodenmann (Liniger, Hollenstein) 1:0. 18. Keller (Kellenberger) 2:0. 22. Gardner (Froidevaux, Neuenschwander) 2:1. 60. (59:54) Vigier (Krueger, Kwiatkowski/ohne Torhüter) 2:2.

Penaltyschiessen: Gardner 0:1, Stancescu 1:1; Rüthemann -, Lemm -; Plüss 1:2, Liniger 2:2; Roland Gerber -, Bodenmann 3:2; Vigier -.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers, 6mal 2 plus 10 Minuten (Vigier) gegen Bern.

PostFinance-Topskorer: Santala; Dubé.

Kloten Flyers: Rüeger; DuPont, Blum; Du Bois, Von Gunten; Winkler, Welti; Mettler, Sidler; Bieber, Santala, Luomala; Bodenmann, Liniger, Hollenstein; Jacquemet, Lemm, Stancescu; Neher, Kellenberger, Keller.

Bern: Bührer; Roche, Beat Gerber; Jobin, Stettler; Krueger, Kwiatkowski; Vigier, Dubé, Froidevaux; Neuenschwander, Plüss, Rüthemann; Gardner, McLean, Reichert; Roland Gerber, Montandon, Lorenz.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Bell, Hamr, Jenni, Rintanen (alle verletzt), Herren, Steiner und Walser (alle U20-WM), Bern ohne Berger, Furrer, Hänni, Meier (alle verletzt), Gamache (überzähliger Ausländer), Scherwey und Vermin (beide U20-WM). - Bern von 59:30 bis 59:54 ohne Goalie.

Rapperswil-Jona - ZSC: Zürcher Comeback und Flüelers Paraden

Der ZSC verspielte in Rapperswil beim derzeit schwächsten Heimteam der NLA zwar zweimal eine Führung, gelangte nach 65 Minuten aber gleichwohl zum ersten Erfolg nach zuletzt drei Pleiten in Folge. 5:4 setzten sich die Lions durch. Lukas Flüeler parierte drei Penaltys.

Als der Zürcher Keeper mit seinem Fehler Grauwilers 2:1 verschuldet hatte und Michel Riesen fünf Minuten später die massgerechte Vorlage von Liga-Topskorer Roest zum 3:1 einschob, wähnte sich Rapperswil-Jona zu früh auf dem richtigen Kurs. Das Heimteam drosselte den Aufwand und leistete sich zur Unzeit einen Doppel-Ausschluss: Der kanadische Offensiv-Verteidiger Cory Murphy, der langsam in Fahrt kommt, leitete mit einem Slapshot das ZSC-Comeback ein.

Kurz vor der zweiten Pause erzwang Andres Ambühl nach einem Bullygewinn mit einer Solo-Einlage den Ausgleich, ehe Krutow nach dem dritten Assist des NHL-Sauriers Owen Nolan dem ZSC zum zweiten Vorteil verhalf. In doppelter Unterzahl entglitt den instabilen Gästen der Vorsprung zwar erneut, dank Keeper Flüeler (drei Paraden) überstanden sie aber wenigstens das Shootout schadlos.

Das zwar knappe, aber halt abermals negative Ergebnis wird die Diskussionen um Coach Christian Weber selbstredend nicht eindämmen. Während den vergangenen elf Monaten bewegte er wenig bis nichts. Die Torarmut (51 Treffer in 19 Spielen) goutieren die Anhänger nicht mehr - die Nachfrage sinkt Runde für Runde.

Auch im Kreis der Spieler ist Weber offenbar umstritten. Thomas Pöck, der Verteidiger mit NHL-Erfahrung, verschonte seinen Trainer nicht vor öffentlicher Kritik. Gegenüber der «Südostschweiz» beschwerte sich der Verteidiger (!) über die zu defensive Taktik. «So kann es nicht weitergehen», grantelte der Österreicher.

Rapperswil-Jona - ZSC Lions Rapperswil-Jona - ZSC Lions 4:5 (1:1, 2:2, 1:1, 0:0) n.P.

Diners-Club-Arena. - 4121 Zuschauer. - SR Mandioni/Stricker, Huggenberger/Wüst.

Tore: 6. Ziegler (Schommer, Murphy) 0:1. 12. Sirén (Nordgren, Roest/Ausschluss Pittis) 1:1. 23. Grauwiler (Blatter, Thibaudeau) 2:1. 28. Riesen (Roest, Nordgren) 3:1. 32. Murphy (Krutow, Nolan/Ausschlüsse Neff, Burkhalter) 3:2. 38. Ambühl 3:3. 41. Krutow (Nolan, Ambühl) 3:4. 48. Suri (Geyer/Ausschluss Ziegler und Strafe gegen Schelling angezeigt) 4:4.

Penaltyschiessen: Nolan 0:1, Riesen scheitert; Ambühl scheitert, Nordgren scheitert; Pittis 0:2, Roest verschiesst; Murphy scheitert, Suri scheitert.

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 6mal 2 plus 10 Minuten (Pittis) gegen den ZSC.

PostFinance-Topskorer: Roest; Pittis.

Rapperswil-Jona: Manzato; Pöck, Sven Berger; Blatter, Geyer; Furrer, Gmür; Maurer; Bucher; Nordgren, Roest, Riesen; Truttmann, Sirén, Nils Berger; Suri, Burkhalter, Rizzello; Thibaudeau, Grauwiler, Neff.

ZSC Lions: Flüeler; Seger, Schelling; Murphy, Müller; Westcott, Geering; Schommer, Ziegler, Bühler; Nolan, Ambühl, Krutow; Ryser, Ulmann, Paterlini; Bastl, Pittis, Wichser.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Reid, Friedli, Gailland, Neukom, Parati (alle verletzt), ZSC ohne Bärtschi, Monnet, Stoffel (alle verletzt), Down (überzählig), Schnyder (geschont), Sulander (GCK Lions).

Zug - Fribourg: Zuger Reaktion

Der EV Zug zeigte nach der schwachen Vorstellung gegen Lugano (1:2 n.V.) die erwartete Reaktion. Im zweiten Heimspiel des Jahres gelang dem EVZ gegen Fribourg ein 4:3-Sieg, nachdem er bis zur 55. Minute 2:3 im Rückstand gelegen war.

Zug hielt dem besten Powerplay der Liga stand, hatte das nötige Glück auf seiner Seite (Beni Plüss vergab in der Schlussminute den Ausgleich) und mehr Wille, die Partie noch zu drehen. Die Wende leitete Patrick Oppliger ein. Der polyvalent einsetzbare Romand hatte in der 49. Minute mit einem per Schlittschuh unhaltbar abgefälschten Schuss von Björn Melin den erstmaligen Freiburger Führungstreffer «verschuldet». In der 55. gelang Oppliger das ebenso verdiente wie wichtige 3:3, 98 Sekunden vor Schluss brachte Verteidigungskollege Patrick Fischer die offiziell ausverkaufte Bossard Arena zum Kochen. Der Bündner erzielte mit dem 4:3 sein drittes Saisontor, das bislang wohl wichtigste.

Die im Vergleich zur Partie davor kaum wieder zu erkennenden Zuger stahlen den Sieg nicht. Sie zeigten mehr Engagement als am Sonntag, kreierten sich wesentlich mehr Chancen und gingen im Mitteldrittel zweimal in Führung: Erst durch Josh Holden, keine zwei Minuten nach dem Ausgleich durch Björn Christen. Der folgende Schlagabtausch hätte dann Konsequenzen auf beiden Seiten haben können.

Zug - Fribourg 4:3 (0:0, 2:1, 2:2)

Bossard Arena. - 7015 Zuschauer (ausverkauft). - SR Massy, Kehrli/Kohler.

Tore: 24. Holden (Duri Camichel, Chiesa) 1:0. 25. Plüss (Hasani, Sprunger) 1:1. 27. Christen (Metropolit, Chiesa) 2:1. 48. Collenberg (Heins) 2:2. 49. Melin (Jeannin) 2:3. 55. Oppliger (Di Pietro, Wozniewski) 3:3. 59. Fischer (Di Pietro, Metropolit) 4:3.

Strafen: Je 5mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Metropolit; Jeannin.

Zug: Markkanen; Wozniewski, Fischer; Diaz, Oppliger; Chiesa, Snell; Schnyder, Holden, Brunner; Christen, Metropolit, Casutt; Di Pietro, Sutter, Duri Camichel; Lindemann, Ruefenacht, Corsin Camichel.

Fribourg: Huet; Gerber, Birbaum; Heins, Collenberg; Ngoy, Rytz; Abplanalp, Leuenberger; Melin, Jeannin, Knoepfli; Lauper, Lüssy, Wirz; Sprunger, Hasani, Plüss; Leblanc, Botter, Lachmatow.

Bemerkungen: Zug ohne Blaser, Fribourg ohne Aubin, Bykow (alle verletzt), Mowers (gesperrt) und Loeffel (U20-WM). - Pfosten-/Lattenschüsse: 24. Leblanc, 45. Christen. - 60. (59:01) Timeout Fribourg, ab 58:58 ohne Goalie.

Davos - SCL Tigers: Tigers peilen Top 4 an

Auch die vor und nach dem Jahreswechsel überzeugendste Equipe konnte die Tigers nicht stoppen. Der HCD unterlag den starken Emmentalern 3:4. Im Bündnerland sorgten die Emmentaler für ein Novum. Sie verlängerten ihre bislang längste Serie auf fünf Erfolge. Kursweisend war Claudio Moggis Shorthander kurz vor Spielmitte. Er profitierte dabei vom perfekten Querpass des SCL-Captains Pascal Pelletier.

Selbst gegen die in den letzten Wochen erfolgreichste NLA-Equipe fanden die Tigers in jeder Lage die richtige Antwort. Taticeks Ausgleich (nach brillanter Vorarbeit von Reto von Arx) folgte nach einer wunderbaren Langnauer Kombination Haas' 2:1 (16.). In jener Szene demonstrierte der SCL alle seine Qualitäten im Eiltempo: taktische Cleverness, Präzision, Speed und Abschlussstärke.

In Überzahl schüttelten die Tigers die zuvor während fünf Runden ungeschlagenen Bündner endgültig ab. Zunächst annullierte der Referee das 4:1 der Tigers, Sekunden später doppelte Simon Moser nach. Erst in höchster Bedrängnis stemmte sich der HCD mit 100-prozentiger Kraft gegen den Fehltritt. Taticek und Sciaroni führten den Favoriten mit Einzelaktionen zurück, aber nicht mehr zum Umschwung.

Davos - SCL Tigers 3:4 (1:2, 0:1, 2:1).

Vaillant-Arena. - 5184 Zuschauer. - SR Rochette, Dumoulin/Zosso.

Tore: 3. Lemm (Schild) 0:1. 14. Taticek (Reto von Arx, Grossmann) 1:1. 16. Haas (Brooks, Gustafsson) 1:2. 30. Claudio Moggi (Pelletier/Ausschluss Gerber!) 1:3. 44. (43:14) Moser (Iggulden, Reber/Ausschluss Reto von Arx) 1:4. 45. (44:22) Taticek (Guggisberg/Ausschluss Claudio Moggi) 2:4. 54. Sciaroni (Sejna) 3:4.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen den HCD, 6mal 2 plus 10 Minuten (Pelletier) gegen die SCL Tigers.

PostFinance-Topskorer: Sykora; Iggulden.

Davos: Genoni; Stoop, Forster; Ramholt, Grossmann; Jan von Arx, Back; Guggisberg, Reto von Arx, Taticek; Sykora, Bednar, Sejna; Sciaroni, Rizzi, Dino Wieser; Marc Wieser, Steinmann, Joggi.

SCL Tigers: Leimbacher; Murphy, Genazzi; Reber, Lindemann; Lüthi, Schilt; Iggulden, Pelletier, Moser; Brooks, Gustafsson, Haas; Claudio Moggi, Gerber, Sandro Moggi; Lemm, Bucher, Schild.

Bemerkungen: HCD ohne Bürgler, Tallarini (beide verletzt), Giovannini, Guerra, Untersander (alle U20-WM), Marha (geschont), SCL Tigers ohne Camenzind, Steiner, Lardi (alle verletzt), Helfenstein (rekonvaleszent), Conz (U20-WM), Moss (überzählig). NLA-Debüt von Gustafsson. 31. Timeout von Davos. 39. Lattenschuss von Bednar. 42. Tor von Moser wegen Torraum-Offside annulliert und Timeout von den SCL Tigers. HCD ab 59:46 ohne Goalie.

Lugano - Servette: Weiteres Heimdebakel für Lugano

Für den HC Lugano war der Auswärtssieg vom Sonntag in Zug offensichtlich nur ein kurzes Zwischenhoch. Gegen Servette verloren die Tessiner 1:5 und damit zum siebten Mal in den letzten acht Partien.

Es scheint, als ob in der Resega weder Spieler noch Zuschauer noch an die Playoff-Qualifikation glauben. Diesen Schluss jedenfalls liessen die Beobachtungen bei Luganos Niederlage gegen Genève-Servette zu. Ohne Selbstvertrauen, ohne Überzeugungskraft in den Angriffsaktionen und mit wenigen druckvollen Phasen präsentierte sich das Heimteam den noch etwas mehr als 3000 Fans. Servette kam mit einer soliden Leistung zum zweiten Sieg im neuen Jahr und zum vierten Sieg im vierten Duell mit Lugano in dieser Saison.

Spengler-Cup-Halbfinalist Servette hatte das Geschehen mit Ausnahme von einer Periode von wenigen Minuten im mittleren Drittel stets im Griff. Weil Daniel Vukovic respektive Hnat Domenichelli mit einem unhaltbar ins eigene Tor abgelenkten Schuss (8.) und der formstarke Dan Fritsche im Powerplay (21.) davor bereits für die Genfer getroffen hatten, fiel das kurzzeitige Entgleiten der Spielkontrolle nicht sonderlich ins Gewicht. Spätestens nach dem Timeout von Servettes Trainer Chris McSorley fiel Lugano wieder ins alte Fahrwasser zurück- und kassierte als Folge davon das 0:3. Richard Park schloss noch vor Spielhälfte einen Puckverlust von Stefan Ulmer mit seinem 13. Saisontreffer ab. Goalie Tobias Stephan verpasste den zweiten Shutout der Saison knapp, mit dem 25. Schuss auf sein Tor (57.) musste er sich von Lorenz Kienzle doch noch bezwingen lassen.

Lugano - Genève-Servette 1:5 (0:1, 0:2, 1:2)

Resega.- 3052 Zuschauer. - SR Reiber, Abegglen/Kaderli.

Tore: 9. Vukovic (Ausschluss Pivron!) 0:1. 21. Fritsche (Goran Bezina, Toms/Ausschluss Nodari) 0:2. 29. Park (Fritsche, Toms) 0:3. 49. Pothier (Stephan) 0:4. 52. Mercier (Pothier/Ausschlüsse Nummelin; Cadieux) 0:5. 57. Kienzle (Sannitz, Conne) 1:5.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 plus 10 Minuten (Pivron) gegen Genève-Servette.

PostFinance-Topskorer: Domenichelli; Park.

Lugano: Caron; Kamber, Nummelin; Ulmer, Hirschi; Nodari, Julien Vauclair; Kienzle; Jörg, Romy, Sannitz; Bourque, Genoway, Domenichelli; Murray, Conne, Tristan Vauclair; Kostovic, Grassi, Reuille.

Genève-Servette: Stephan; Vukovic, Goran Bezina; Pothier, Mercier; Gobbi, Höhener; Déruns, Savary, Salmelainen; Toms, Park, Fritsche; Randegger, Trachsler, Walsky; Pivron, Conz, Cadieux.

Bemerkungen: Lugano ohne Bertaggia (verletzt), Hennessy und Popovic (beide überzählige Ausländer), Genève-Servette ohne Rivera, Rubin (beide verletzt) und Breitbach (krank). - 3. Pfostenschuss Sannitz. - 26. Timeout Genève-Servette.

Ambri-Piotta - Biel: Reto Berra mit weiterem Shutout

Biel feierte beim möglichen Playout-Gegner Ambri-Piotta einen glückhaften 1:0-Sieg. Gianni Ehrensperger erwischte beim Gamewinner den ansonsten untadeligen Ambri-Goalie Thomas Bäumle mit einem eher haltbaren Distanzschuss auf der Fanghandseite (51.).

Biel-Goalie Reto Berra benötigte 25 Paraden für seinen Shutout. Berra blieb drei Tage vor seinem 24. Geburtstag zum dritten Mal in der laufenden Saison ungeschlagen, wenn man das Nationalteam-Debüt des Biel-Keepers von Mitte Dezember gegen Dänemark (3:0 für die Schweiz) in Herisau dazuzählt.

Schlusslicht Ambri-Piotta dominierte trotz zahlreichen Absenzen (acht verletzte Stammspieler und zwei U20-WM-Teilnehmer) den Tabellenneunten Biel (18:10 Schüsse in den ersten beiden Dritteln), agierte im Abschluss aber zu harmlos. In einer doppelten Überzahl von 45 Sekunden Dauer im Mitteldrittel wurde Biel-Goalie Reto Berra beispielsweise bloss einmal ernsthaft geprüft. Und gut drei Minuten vor Spielende verhinderte Mauro Zanetti mit der einzigen Zweiminuten- Strafe gegen Ambri-Piotta einen aussichtsreicheren Endspurt der Leventiner.

Die Seeländer blieben offensiv insgesamt aber ebenfalls so gut wie wirkungslos, obschon erstmals in dieser Saison die drei kanadischen Stürmer Ahren Spylo, Sebastien Bordeleau und Rico Fata in einer Sturmlinie vereint waren. Immerhin konnte Biel durch den Dreipunkte-Erfolg seine Chancen auf die Playoff-Teilnahme wahren.

Ambri-Piotta - Biel 0:1 (0:0, 0:0, 0:1.)

Valascia. - 3578 Zuschauer. - SR Kämpfer, Arm/Küng.

Tor: 51. Ehrensperger 0:1.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 3mal 2 Minuten gegen Biel.

PostFinance-Topskorer: Landry; Spylo.

Ambri-Piotta: Bäumle; Kutlak, Schulthess; Casserini, Denissow; Stirnimann, Uinter Guerra; Duca, Martin Kariya, Adrian Brunner; Walker, Landry, Botta; Grassi, Bianchi, Demuth; Incir, Zanetti, Isabella.

Biel: Berra; Gossweiler, Steinegger; Wellinger, Bell; Kparghai, Seydoux; Trunz; Fata, Bordeleau, Spylo; Tschantré, Peter, Ehrensperger; Nüssli, Gloor, Lötscher; Zigerli, Schlagenhauf, Wetzel.

Bemerkungen: Ambri ohne Bundi, Kobach, Murovic, Westrum, Raffainer, Gautschi, Meier und Randegger (alle verletzt) sowie Pestoni und Hofmann (U20-WM), Biel ohne Schneeberger, Fröhlicher (verletzt) sowie Mieville und Brown (überzählig). - Timeouts: 58:46 Ambri, 59:30 Biel. - Ambri ab 58:29 ohne Torhüter.

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