National League A: Kloten, Davos und Rappi mit hohen Siegen

Aktualisiert

National League AKloten, Davos und Rappi mit hohen Siegen

Rapperswil-Jona bleibt unter Interimstrainer Chambers weiterhin erfolgreich. Gegen Biel können die St. Galler erneut einen Sieg einfahren. Kloten und Davos kommen zu Kantersiegen.

National League A, 25. Runde:

Davos - Ambri 6:2 (3:1/3:1/0:0)

Kloten – SCL Tigers 7:0 (3:0/1:0/3:0)

RJ Lakers - Biel 6:3 (3:0/3:0/0:3)

Bei Davos - Ambri (6:2) fiel die Vorentscheidung in den ersten Minuten. Davos führte nach acht Minuten 2:0.

Paradoxerweise kamen aber die Gäste in der Anfangsphase zu den besten Szenen. Ambri-Piotta gestaltete die ersten Minuten zumindest optisch überlegen. Der HC Davos erwies sich hingegen als äusserst effizient und nützte durch Dario Bürgler (im Powerplay) und Sandro Rizzi die ersten Goalchancen zur 2:0-Führung. Mittelstürmer Rizzi erzielte sein erstes Tor seit dem Saisonstart.

Ambri-Piotta kam durch Paolo Duca (1:2) und Marc Gautschi (2:3) zweimal bis auf ein Tor heran; an eine Wende glaubten aber selbst die Ambri-Spieler nicht mehr. Der Widerstand der Leventiner wurde je länger je geringer. Ab dem zweiten Abschnitt präsentierte sich Davos in allen Belangen besser als Ambri. Ambri-Coach John Harrington muss über die Bücher: In den Auswärtspartien beim ZSC (am Montag) und in Davos kassierte sein Team 13 Gegentore, obwohl sich der Gegner in der zweiten Spielhälfte jeweils schonte.

Rapperswil-Jona gibt rote Laterne ab

Rapperswil-Jona sprach auf den Trainerwechsel gut an. Die Lakers gewannen auch das zweite Spiel unter dem 68-jährigen Dave Chambers. Schon nach acht Minuten führte Rapperswil gegen Biel 3:0; am Ende lautete das Skore 6:3.

Derweil sich Dave Chambers schon früh zufrieden zurücklehnen konnte, versuchte Biels Trainer Heinz Ehlers einiges. Nach fünf Minuten und zwei Gegentoren wechselte er den Torhüter aus (Pascal Caminada ersetzte Marco Wegmüller). Aber Caminada wurde ebenfalls schon mit dem zweiten Schuss bezwungen, Wegmüller hatte zuvor den ersten und den fünften Schuss nicht parieren können. Nach dem 0:3 beanspruchte Ehlers das Timeout; eine Reaktion seines Teams konnte er aber auch so nicht provozieren.

Nach 23 Minuten führte Rapperswil 5:0, danach reduzierten beide Teams das Engagement. Hätten die Lakers weiter Vollgas gegeben, wäre ihr bislang höchster NLA-Sieg aus der Saison 95/96 (10:2 gegen Lausanne) in Gefahr geraten. So aber verkürzte Biel im Finish von 0:6 auf 3:6. Dem EHC Biel steht dennoch am Samstag gegen Bern eine diffizile Aufgabe bevor: Die Seeländer müssen sich steigern, wenn sie nicht gleich in das nächste Debakel spazieren wollen.

Kloten auf Platz zwei

Das Heimspiel der Kloten Flyers gegen die SCL Tigers wurde zu einem Schaulaufen der Zürcher. Kloten gewann 7:0 und ist nun Tabellen-Zweiter in der NLA. Goalie Ronnie Rüeger feierte dabei den ersten Shutout der Saison.

Langnau spielte erstmals in einer Partie mit zwei Head- Schiedsrichtern. Die Freude über die neue Erfahrung hielt sich beim Team von Christian Weber aber in Grenzen: Brent Reiber und Morgan Johansson schickten die Tiger 11mal auf die Strafbank; vier der sieben Treffer kassierten sie in Unterzahl. Beim 0:1 in der 7. Minute durch Roman Wick agierte Langnau in doppelter Unterzahl; beim 0:3 von Radek Hamr (16.) sass Adrian Gerber wegen eines Wechselfehlers auf der Strafbank.

Die Gäste, bei denen Daniel Steiner seinen 400. NLA-Einsatz bestritt, traten harmlos auf: Beim 0:2 spielten die Emmentaler in Überzahl, in der 17. Minute hielt Rüeger einen Penalty von Oliver Setzinger. Der zu Saisonbeginn treffsichere Österreicher wartet nunmehr seit 14 Spielen auf ein Tor.

Kloten hatte die Partie jederzeit im Griff. Den Schlusspunkt im Flyers-Ballett setzte der ex-Langnauer Michael Liniger mit dem 7:0 32 Sekunden vor Schluss. Gegen die SCL Tigers gewannen die Flyers die vergangenen acht Partien. Die letzte Niederlage liegt bereits über 14 Monate zurück. Immerhin kann Langnau bereits heute (Samstag) im Emmental Revanche an Kloten nehmen.

Telegramme:

Davos - Ambri 6:2 (3:1/3:1/0:0)

Vaillant-Arena. - 3006 Zuschauer (Saisonminusrekord). - SR Prugger/Kurmann, Kohler/Müller. -

Tore: 4. Dario Bürgler (Daigle/Ausschluss Bianchi) 1:0. 9. Rizzi (Guggisberg, Ambühl) 2:0. 13. Duca (Demuth, Horak) 2:1. 19. Guggisberg (Ambühl, Della Rossa) 3:1. 23. Gautschi (Westrum, Walker/Ausschluss Reto von Arx) 3:2. 26. Ambühl (Guggisberg) 4:2. 32. Sykora (Marha, Taticek) 5:2. 34. Taticek (Dino Wieser, Marc Wieser) 6:2.

PostFinance-Topskorer: Riesen; Duca.

Davos: Genoni; Gianola, Grossmann; Lukas Gerber, Blatter; Jan von Arx, Della Rossa; Stoop, Andreas Furrer; Riesen, Reto von Arx, Sykora; Dario Bürgler, Marha, Daigle; Guggisberg, Rizzi, Ambühl; Marc Wieser, Taticek, Dino Wieser.

Ambri-Piotta: Croce; Horak, Naumenko; Bundi, Kutlak; Gautschi, Marghitola; Fabian Stephan; Walker, Westrum, Clarke; Duca, Stirnimann, Demuth; Sciaroni, Bianchi, Micheli; Gregory Christen, Nicola Celio, Zanetti.

Bemerkungen: Davos ohne Morrison, Ambri-Piotta ohne Sonnenberg (beide überzählige Ausländer), Bäumle, Beltrametti, Murovic und Schönenberger (alle verletzt).

Rapperswil-Jona - Biel 6:3 (3:0/3:0/0:3)

Diners-Club-Arena. - 4649 Zuschauer. - SR Eichmann/Stricker, Abegglen/Kaderli

Tore: 1. (0:35) Roest 1:0. 6. Samuel Friedli (Voegele, Tschuor) 2:0. 8. Lindström (Roest, Nordgren/Ausschlüsse Himelfarb; Bütler) 3:0. 24. (23:10) Nordgren (Berglund, Burkhalter/Ausschlüsse Tschantré, Truttmann) 4:0. 24. (23:32) Burkhalter (Geyer, Berglund/Ausschluss Truttmann) 5:0. 32. Hürlimann (Samuel Friedli) 6:0

PostFinance-Topskorer: Roest; Peter.

Rapperswil-Jona: Marco Streit; Lindström, Voisard; Guyaz, Sven Berger; Parati, Geyer; Bucher; Nordgren, Roest, Sirén; Reuille, Burkhalter, Berglund; Raffainer, Bütler, Rizzello; Hürlimann, Tschuor, Samuel Friedli; Voegele.

Biel: Wegmüller (6. Caminada); Hill, Gossweiler; Meyer, Reber; Kparghai, Steinegger; Kamerzin; Ling, Fata, Nüssli; Ehrensperger, Peter, Deny Bärtschi; Truttmann, Himelfarb, Tschantré; Tschannen, Wetzel, Küng; Brägger.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Svensson und Patrick Fischer II, Biel ohne Schneeberger, Mauro Beccarelli, Simon Fischer (alle verletzt), Neff (krank) und Tuomainen (überzähliger Ausländer). - Timeout Biel (8.). - Pfostenschuss Sirén (28.).

Kloten – SCL Tigers 7:0 (3:0/1:0/3:0)

Kolping-Arena. - 4102 Zuschauer. - SR Johansson/Reiber, Mauron/Schmid

Tore: 7. Wick (Rintanen, Du Bois/Ausschlüsse Toms, Fröhlicher) 1:0. 10. Santala (Rintanen/Ausschluss Hamr!) 2:0. 16. Hamr (Du Bois, Rintanen/Ausschluss Gerber) 3:0. 23. Liniger (Rothen) 4:0. 53. Schlagenhauf (Jacquemet, Von Gunten/Ausschluss Zeiter) 5:0. 54. Von Gunten 6:0. 60. (59:28) Liniger (Jenni, Winkler/Ausschluss Santala; Simon Moser) 7:0. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers, 11mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers. -

PostFinance-Topskorer: Rintanen; Kariya.

Kloten Flyers: Rüeger; Schulthess, Hamr; Winkler, Von Gunten; Sidler, Du Bois; Bonnet; Wick, Santala, Rintanen; Stancescu, Kellenberger, Lindemann; Rothen, Liniger, Jenni; Walser, Schlagenhauf, Jacquemet.

SCL Tigers: Schoder; Gmür, Christian Moser; Stettler, Fröhlicher; Kobach, Bayer; Gerber; Steiner, Sutter, Bieber; Setzinger, Zeiter, Joggi; Toms, Kariya, Simon Moser; Sandro Moggi, Camenzind, Claudio Moggi.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Hofer, Brown und Welti; SCL Tigers ohne Blum, Tallarini, Lüthi und Murphy (alle verletzt). 17. Rüeger hält Penalty von Setzinger.

LIVE TICKER

Kloten – SCL Tigers 7:0 (3:0/-:-/-:-)

60. Die Partie ist vorbei! Kloten gewinnt 7:0 - der höchste Saisonsieg wird Tatsache.

60. Liniger macht das 7:0! Langnau wird geschlachtet.

58. Die letzten zwei Spielminuten sind im Gang. Auf beiden Seiten sitzt ein Spieler auf der Strafbank.

56. Schoder fischt jetzt wieder alles. Längst müsste es 7:0 oder gar 8:0 stehen.

55. Stettler mit einem Frustfoul. Die Langnauer spielen zum zehnten Mal in Unterzahl.

54. Tor für Kloten durch von Gunten! Es steht 6:0. Ein schwarzer Abend für Langnau.

53. Tor für Kloten! Roman Schlagenhauf schiesst das 5:0! Schoder sah nicht besonders sicher aus bei diesem Treffer.

49. Von Seiten Langnau kommen jetzt die ersten Gehässigkeiten auf: Moser nagelt Kellenberger an die Bande und befördert den Klotener anschliessend auf Eis. Kurz darauf wirft ein Langnauer Spieler ein Kloten-Opfer mit einem Würgegriff aufs Eis und Sidler wird von Zeiter per Stockschlag niedergestreckt. Jetzt ist genug: Zeiter muss in die Kühlbox.

45. Ein harmloses Klotener Powerplay geht zu Ende.

42. Fabian Sutter hackt ein Klotener Stock weg. 2 Minuten für den Langnauer.

41. Das dritte Drittel hat begonnen.

40. Das Drittel ist zu Ende. Kloten führt mit 4:0. Langnau wird es sehr schwer habenm, im letzten Drittel, das komfortable Polster der Flyers zu gefärden.

39. Auch Rüeger spielt absolut fehlerfrei und lässt kein Tor zu. Gleich ist das zweite Drittel zu Ende und Langnau steht immer noch ohne Tor da.

38. Santala bügelt Kariya um und muss dafür zwei Minuten auf die Bank. Überzahlsituation für Langnau.

36. Schoder, Schoder immer wieder Schoder. Der Langnauer Hüter tut etwas für die persönliche Bilanz und parriert Schuss um Schuss.

35. Schoder kann sich immer wieder auszeichnen. Kloten kommt zu zahlreichen Chancen im Powerplay, kann aber nicht erneut scoren.

33. Michel Zeiter muss auf die Bank. Er hatte Jenni behindert.

32. Die Hälfte der Partie ist vorbei und wenn sich die Partie nicht um 180 Grad kehrt, steht der Sieger bereits fest. Beide Mannschaften legen sich nicht mehr voll ins Zeug.

29. Langnau ist weit entfernt von einem Anschlusstreffer. Nur ein Luckypunch kann die Wende einleiten.

26. Kloten wieder komplett. Langnau weiter ohne Treffer.

24. Überzahlsituation für Langnau. Von Gunten muss auf die Strafbank.

23. Tor für Kloten! Michael Liniger, der Ex-Langnauer, trifft zum 4:0.

21. Das zweite Drittel kann beginnen. Kloten in Überzahl.

20. Das erste Drittel ist vorbei. Kloten wird das zweite Drittel mit Überzahl beginnen können.

20. Moggi muss für zwei Minuten auf die Strafbank. Der Langnauer hatte von Gunten das Bein gestellt.

17. Wick verpasst nach einem Rintanen-Pass das 4:0. Das Tor war offen, der scharfe Pass aber schwierig zu kontrollieren.

17. Penalty für Langnau! Der Österreicher Setzinger läuft an und scheitert an Rüegers Beinschoner.

16. Tor für Kloten zum 3:0! Hamr nützt eine weitere Überzahlsituation.

14. Gerangel vor dem Tor von Matthias Schoder. Langnau bleibt aber ohne weiteren Gegentreffer.

10. Rintanen profitiert von einem katastrophalen Abwehrfehler und legt auf Santala auf: Der kann locker einnetzen zum 2:0 für Kloten!

9. Radek Hamr muss auf die Strafbank - Überzahl für Langnau.

8. Fröhlicher kehrt von der Strafbank zurück. Langnau ist wieder komplett.

7. 1:0 Für Kloten! Roman Wick kann vom vielen Freiraum profitieren und zu seinem 15. Saisontor einschaufeln.

5. Doppelte Überzahl für Kloten: Zwei mal zwei Minuten wegen Behinderung gegen Langnau.

3. Schon wieder Offside bei einem Rintanen Angriff. Doch in diesem Fall befand sich ein Stürmerkollege jenseits der blauen Linie.

2. Bieber kommt für Langanu nicht mehr rechtzeitig an die Scheibe. Steiner hatte vorgelegt.

1. Das Spiel hat begonnen, Rintanen ein erstes Mal im Offside.

0. Herzlich Willkommen zum 20-Minuten-Online-Live-Ticker der National-League-A-Partie zwischen Kloten und Langnau.

Vor dem Spiel

Nach zwei Niederlagen in Serie will Davos wieder auf die Siegesstrasse zurückfinden. Mit Ambri wartet ein dankbares Opfer. Die Leventiner befinden sich momentan in einem Formtief und könnten sich bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg der Lakers schon Bald am Ende der Tabelle vorfinden – vorausgesetzt auch Zug gewinnt sein nächstes Spiel

Mit einem Sieg gegen Langnau kann Kloten heute Abend Tabellenrang zwei erobern. An der Spitze der National League A stünden damit zwei Zürcher Klubs. Wenigstens solange, bis die Berner wieder in die Hosen steigen müssen.

Nach dem erfolgreichen Spiel gegen Lugano gilt es für Rapperswil-Jona mit Biel einen direkten Konkurrenten im Strichkampf zu schlagen. Mit einem Sieg könnten die Lakers die rote Laterne zumindest vorübergehend loswerden.

(tog)

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