Aktualisiert 01.10.2010 20:52

National League A

Kloten erstmals besiegt - Zug neuer Leader

Jetzt hat es auch Kloten erwischt: Die ZSC Lions bezwingen die Flyers nach Penaltyschiessen und fügen dem Kantonsrivalen die erste Saisonniederlage zu. Neuer Leader ist Zug.

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mon

Nach acht Siegen in Serie verlor Kloten erstmals in dieser Saison. Die Flyers unterlagen den ZSC Lions 1:2 nach Penaltyschiessen.

Wie bereits drei Tage zuvor beim 2:1-Heimsieg der Klotener im 155. Zürcher Derby geizten die beiden Mannschaften mit Toren. Die einzigen beiden Treffer in der regulären Spielzeit fielen im Startdrittel. Zunächst brachte Sven Ryser den ZSC in der 3. Minute mit seinem ersten NLA-Tor in Führung, zehn Sekunden vor der ersten Drittelspause glich Matthias Bieber für die Gäste aus. Das 1:1 fiel entgegen dem Spielverlauf, denn die Lions hatten die Partie zuvor dominiert. Kurz vor dem Ausgleich vergab Patrik Bärtschi bei 5 gegen 3 die grosse Chance zum 2:0.

Nach der ersten Pause glich sich das Geschehen aus. Im Penaltyschiessen traf als einziger Spieler Thibaut Monnet. Damit gewann der ZSC auch sein zweites Shootout in dieser Saison, während die Klotener im dritten Penaltyschiessen erstmals verloren.

Zug - Fribourg-Gottéron: Zug mit fünftem Sieg in Serie

Der EV Zug machte gegen Fribourg-Gottéron aus einem 0:2- Rückstand ein 4:2 und kam dadurch zum fünften Sieg in Serie. Duri Camichel (56.) entschied nach einem starken Zuger Mitteldrittel die Partie im Finish der regulären Spielzeit.

Duri Camichel erwischte beim 4:2 Gottérons Goalie und Stanleycup- Gewinner Christobal Huet mit einem Beinschuss. Fabian Schnyder festigte mit dem Gamewinner zum 3:2 seine Position als derzeit bester EVZ-Torschütze mit dem bereits siebten Saisontor.

Glen Metropolit beendete im Mitteldrittel mit dem 1:2- Anschlusstor eine persönliche Torflaute von knapp 340 Minuten. Die erfolgreiche Einzelleistung des EVZ-Kanadiers hatte die Wende eingeleitet.

Gottéron hatte im Startdrittel seine Position als klar bestes Überzahl-Team der Liga mit zwei Powerplaytoren bestätigt. Serge Aubin war dabei bei seinem Comeback nach einer Knieverletzung in seinem ersten Saisonspiel auf Anhieb erfolgreich; der Kanadier erzielte die 2:0-Führung der Gäste.

Bern - Davos: Dubé als Matchwinner

Zwischen Schweizer Meister Bern und Davos gab es zum fünften Mal in den letzten sieben Spielen eine Overtime. Dabei feierten die Berner mit 2:1 den sechsten Sieg in Serie gegen die Bündner.

Bereits im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison in Davos hatte der SCB 2:1 nach Verlängerung gewonnen. Und nicht nur das Resultat war identisch, sondern auch der Spielverlauf. Erneut ging der HCD in Front, diesmal durch den Tschechen Jaroslav Bednar, der sein sechstes Tor in den letzten vier Partien erzielte. Die Führung hielt bis zur 52. Minute, dann gelang dem Heimteam durch Pascal Berger, der erstmals in dieser Saison traf, der Ausgleich. Für HCD- Goalie Leonardo Genoni war es der erste Gegentreffer nach einer 119:41 Minuten dauernden Ungeschlagenheit.

In der 62. Minute gelang Christian Dubé, der um das Tor kurvte und Genoni keine Chance liess, der vielumjubelte Siegtreffer - es war ebenfalls dessen erstes Saisontor. Bereits im ersten Duell in dieser Spielzeit hatten die Berner den entscheidenden Treffer in der 62. Minute erzielt. Davos erlitt damit im fünften Auswärtsspiel in dieser Saison die erste Niederlage.

Genève-Servette - Ambri-Piotta: Salmelainen entschied Kellerduell

Genève-Servette musste sich im Duell der NLA-Kellerkinder mit einem 4:3-Sieg in der Verlängerung gegen Schlusslicht Ambri- Piotta begnügen. Tony Salmelainen entschied die Partie mit einem Überzahltreffer nach 61 Sekunden der Overtime.

Ambri-Piotta holte immerhin den zweiten Punkt im neunten NLA- Spiel. Massgeblichen Anteil daran besass NLA-Rückkehrer Eric Landry, der einen einen starken Einstand im Dress der Biancoblu gab. Der neuverpflichtete Kanadier aus der KHL erzielte zwei Treffer für Ambri-Piotta; die 1:0-Führung und im Powerplay den 3:3-Ausgleich, der den Gästen den Punktgewinn einbrachte.

Dagegen konnte Ambris neuer weissrussischer Verteidiger Wladimir Denissow nach seiner späten Ankunft am Donnerstagabend und nur mit dem Warm-up in den Beinen seine entsprechenden Defizite nicht verbergen. Beim zweiten Genfer Treffer kam Denissow zu spät gegen Florian Conz, der bloss noch einzuschieben brauchte.

Langnau - Lugano: Lugano mit besseren Nerven

Nach zwei Niederlagen ist Lugano wieder auf die Siegesstrasse zurückgekehrt. Die Tessiner gewannen in Langnau 3:2 nach Penaltyschiessen und beendeten die vier Spiele dauernde Erfolgsserie der Emmentaler.

Während für Lugano im Penaltyschiessen Petteri Nummelin und der nicht mehr erwünschte Colby Genoway trafen, reüssierte bei Langnau einzig Mike Iggulden. Davor hatten die Tessiner ein 2:0 verspielt. Ausgerechnet Verteidiger Steve Hirschi, dessen Stammklub Langnau ist, brachte die Gäste in der 3. Minute im Powerplay in Führung. Es war erst der dritte Gegentreffer, den die SCL Tigers in dieser Saison in Unterzahl kassierten. In der 29. Minute erhöhte Hnat Domenichelli auf 2:0; der Kanada-Schweizer traf in seinem siebenten Saisonspiel bereits zum fünften Mal. Luganos Führung ging absolut in Ordnung, denn die Bianconeri waren in den ersten 40 Minuten deutlich das bessere Team.

Der Langnauer Trainer John Fust stellte deshalb die Linien um, und dies zahlte sich aus. Lukas Haas (42.) und Jörg Reber (56.) erzielten die Tore zum 2:2. Pech hatten die Gastgeber in der 63. Minute, als das vermeintliche 3:2 von Andreas Camenzind wegen Torraum-Offsides aberkannt wurde.

Biel - Rapperswil-Jona: Deutsch-Kanadier Spylo als Matchwinner

Der Deutsch-Kanadier Ahren Spylo war mit zwei Toren und zwei verwandelten Penalties der Matchwinner von Biel beim 5:4-Heimsieg nach Penaltyschiessen gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

Spylo hatte in den acht vorangegangen NLA-Saisonspielen bloss drei Skorerpunkte erzielt. Nun orchestrierte er einen auf Grund der Spielanteile (36:24 Schüsse) verdienten Zweipunkte-Erfolg der Seeländer im Duell der Tabellennachbarn am Playoff-Trennstrich.

Biel spielte zudem erstmals mit dem robusten Kanadier Eric Beaudoin (30/195 cm/100 kg/zuletzt Rogle/Sd), der erst am Freitagvormittag aus Richtung Ottawa in der Schweiz gelandet war. Dies hinderte Beaudoin freilich nicht daran, sein neues Team bereits in der 3. Minute in führung zu bringen. Thomas Nüssli ermöglichte auf Vorarbeit von Alain Miéville und Beaudoin mit dem Treffer zum 4:4 (53.) das Nachsitzen.

National League A, 9. Runde

ZSC Lions - Kloten Flyers 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0) n.P.

Hallenstadion. - 8224 Zuschauer. - SR Boman/Kurmann, Arm/Küng.

Tore: 3. Ryser (Schommer) 1:0. 20. (19:50) Bieber (Santala, Bell) 1:1.

Penaltyschiessen: Down -, Stancescu -; Patrik Bärtschi -, Hollenstein -; Ambühl -, Romano Lemm -; Pittis -, Santala -; Monnet 1:0, Rintanen -.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers.

PostFinance-Topskorer: Pittis; Santala.

ZSC Lions: Flüeler; Westcott, Geering; Stoffel, Seger; Cory Murphy, Pascal Müller; Daniel Schnyder; Patrik Bärtschi, Adrian Wichser, Ambühl; Krutow, Pittis, Down; Monnet, Ziegler, Bastl; Schommer, Schäppi, Ryser; Bühler.

Kloten Flyers: Rüeger; Welti, Schulthess; Sidler, Winkler; von Gunten, Du Bois; Blum, Dupont; Füglister, Walser, Herren; Hollenstein, Romano Lemm, Jacquemet; Bell, Kellenberger, Stancescu; Bieber, Santala, Rintanen.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Paterlini (verletzt). Kloten Flyers ohne Jenni, Hamr, Liniger und Bodenmann (alle verletzt).

Bern - Davos 2:1 (0:0, 0:1, 0:0, 1:0) n.V.

PostFinance Arena. - 16 771 Zuschauer. - SR Reiber, Kaderli/ Marti.

Tore: 31. Bednar (Marha, Forster) 0:1. 52. Pascal Berger (Krueger, Dubé) 1:1. 62. Dubé 2:1.

Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Philipp Furrer) gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Davos.

PostFinance-Topskorer: Roche; Bednar.

Bern: Bührer; Jobin, Hänni; Krueger, Beat Gerber; Philipp Furrer, Roche; Neuenschwander, Martin Plüss, Rüthemann; Vigier, McLean, Reichert; Gardner, Dubé, Gamache; Pascal Berger, Froidevaux, Tristan Scherwey.

Davos: Genoni; Guerra, Forster; Tim Ramholt, Grossmann; Tallarini, Jan von Arx; Marc Wieser, Reto von Arx, Bürgler; Bednar, Marha, Sykora; Dino Wieser, Taticek, Sciaroni; Joggi, Steinmann, Holenstein.

Bemerkungen: Bern ohne Dominic Meier und Vermin. Davos ohne Rizzi, Guggisberg, Stoop, Sejna, Back und Untersander (alle verletzt). - 21. Pfosten- und Lattenschuss Bednar. - Timeout Davos (52.).

Zug - Fribourg-Gottéron 4:2 (0:2, 3:0, 1:0)

Bossard-Arena. - 6396 Zuschauer - SR Kämpfer, Kohler/Wermeille.

Tore: 11. Knoepfli (Heins, Rosa/Ausschluss Snell) 0:1. 12. Aubin (Sprunger/Ausschluss Blaser) 0:2. 25. Metropolit (Fischer) 1:2. 26. Wozniewski (Di Pietro/Ausschluss Heins) 2:2. 33. Fabian Schnyder (Holden, Metropolit) 3:2. 56. Duri Camichel (Di Pietro, Lindemann/ Ausschluss Abplanalp) 4:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 6mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.

PostFinance-Topskorer: Holden; Rosa.

Zug: Markkanen; Wozniewski, Fischer; Blaser, Diaz; Chiesa, Snell; Kress; Di Pietro, Sutter, Duri Camichel; Metropolit, Holden, Fabian Schnyder; Lindemann, Rüfenacht, Casutt; Corsin Camichel, Oppliger, Lüthi;

Fribourg-Gottéron: Huet; Lukas Gerber, Rytz; Heins, Collenberg; Ngoy, Loeffel; Abplanalp, Leuenberger; Rosa, Jeannin, Lachmatow; Leblanc, Botter, Knoepfli; Sprunger, Aubin, Benjamin Plüss; Lauper, Wirz, Lüssy.

Bemerkungen: Zug ohne Christen (verletzt), Damien Brunner (krank), Gottéron ohne Mowers (verletzt), Bykow, Hasani und Birbaum (alle überzählig). - Pfosten: 37. Heins, 45. Metropolit. - Latte: 51. Lüssy. - Gottéron ab 58:45 ohne Torhüter. - 59:14 Timeout Gottéron.

Genève-Servette - Ambri-Piotta 4:3 (1:1, 2:1, 0:1, 1:0) n.V.

Les Vernets. - 6546 Zuschauer. - SR Rochette; Mauron/Micheli.

Tore: 9. Landry 0:1. 16. Bezina (Park, Toms/Ausschluss Rivera; Raffainer) 1:1. 23. Conz (Trachsler, Pothier) 2:1. 35. Walsky (Toms/ Park) 3:1. 39. Lehoux (Pestoni, Walker) 3:2. 44. Landry (Raffainer, Kutlak/Ausschluss Rivera) 3:3. 62. (61:01) Salmelainen (Toms, Park/ Ausschluss Bianchi) 4:3.

Strafen: 6mal Minuten gegen Genève- Servette, 8mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.

PostFinance-Topskorer: Park; Lehoux.

Genève-Servette: Stephan; Mercier, Bezina; Pothier, Höhener; Gobbi, Breitbach; Vuckovic; Toms, Park, Walsky; Rivera, Savary, Salmelainen; Cadieux, Trachsler, Flurin Randegger; Pivron, Conz, Berthon.

Ambri-Piotta: Bäumle; Gautschi, Kutlak; Gian-Andrea Randegger, Stirnimann; Kobach, Denissow; Vassanelli, Casserini; Duca, Landry, Raffainer; Walker, Lehoux, Meier; Pestoni, Adrian Brunner, Hofmann; Bianchi, Marghitola, Demuth.

Bemerkungen: Servette ohne Rubin und Déruns (beide verletzt), Ambri-Piotta ohne Botta, Bundi, Murovic, Westrum, Martin Kariya und Croce (alle verletzt).

Langnau - Lugano 2:3 (0:1, 0:1, 2:0, 0:0) n.P.

Ilfis. - 5207 Zuschauer. - SR Popovic, Fluri/Müller.

Tore: 3. Hirschi (Ausschluss Tobias Bucher) 0:1. 29. Domenichelli (Hennessy, Sannitz) 0:2. 42. Lukas Haas (Reber) 1:2. 56. Reber (Schild, Camenzind) 2:2.

Penaltyschiessen: Steiner -, Nummelin 0:1; Iggulden 1:1, Domenichelli -; Brooks -, Hennessy -; Pelletier - , Genoway 1:2; Camenzind -.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Langnau, 2mal 2 Minuten gegen Lugano.

PostFinance-Topskorer: Iggulden; Domenichelli.

Langnau: Benjamin Conz; Curtis Murphy, Genazzi; Kim Lindemann, Reber; Simon Lüthi, Lardi; Marolf; Sandro Moggi, Camenzind, Claudio Moggi; Steiner, Pelletier, Tobias Bucher; Brooks, Iggulden, Helfenstein; Schild, Adrian Gerber, Aurelio Lemm; Lukas Haas.

Lugano: Aebischer; Nummelin, Popovic; Ulmer, Julien Vauclair; Helbling, Hirschi; Sannitz, Hennessy, Domenichelli; Kostovic, Conne, Tristan Vauclair; Genoway, Romy, Jörg; Schlagenhauf, Oliver Kamber, Reuille.

Bemerkungen: Langnau ohne Schilt, Simon und Christian Moser. Lugano ohne Murray, Clymer (alle verletzt) und Nodari (krank). - 63. Tor von Camenzind aberkannt (Torraum-Offside). - Timeout Langnau (64.).

Biel - Rapperswil Jona Lakers 5:4 (2:1, 1:2, 1:1, 0:0) n.P.

Eisstadion. - 4043 Zuschauer. - SR Prugger, Dumoulin/Zosso.

Tore: 3. Beaudoin (Lötscher, Steinegger/Ausschluss Neukom) 1:0. 8. Roest (Nordgren, Suri/Ausschluss Miéville) 1:1. 11. Spylo (Brown, Fata/Ausschlüsse Seydoux, Riesen) 2:1. 31. (30:16) Suri (Grauwiler/ Ausschluss Pöck!) 2:2. 31. (30:50) Roest (Pöck, Nordgren) 2:3. 34. Spylo (Fata/Ausschluss Burkhalter) 3:3. 43. Riesen (Rizzello, Burkhalter/Ausschluss Deny Bärtschi) 3:4. 53. Nüssli (Miéville, Beaudoin) 4:4.

Penaltyschiessen: Nordgren 0:1, Spylo 1:1; Reid -, Lötscher -; Roest 1:2, Ehrensperger; Suri -, Tschantré -; Burkhalter -, Nüssli 2:2; Nüssli -, Nordgren -; Spylo 3:2, Reid -.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 plus 10 Minuten (Maurer, Blatter) gegen Rapperswil Jona Lakers.

PostFinance-Topskorer: Fata; Roest.

Biel: Berra; Gossweiler, Steinegger; Kparghai, Brown; Seydoux, Trunz; Wellinger; Beaudoin, Miéville, Nüssli; Spylo, Fata, Wetzel; Lötscher, Tschantré, Ehrensperger; Haas, Gloor, Bärtschi.

Rapperswil-Jona: Schoder; Furrer, Berger; Maurer, Pöck; Geyer, Gmür; Blatter, Parati; Grauwiler, Reid, Suri; Nordgren, Roest, Neukom; Riesen, Burkhalter, Rizzello.

Bemerkungen: Biel ohne Bordeleau, Peter, Schneeberger (alle verletzt) und Fröhlicher (überzählig), Rapperswil Jona Lakers ohne Truttmann, Neff, Gailland, Siren und Friedli (alle verletzt). - 61:36 Timeout Lakers.

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