Aktualisiert 21.03.2006 23:00

Kloten überrascht Lugano

Was für ein Auftakt in die Halbfinals: Kloten gewinnt in Lugano nach Penaltyschiessen. Der Sieg der Flyers war verdient. Im zweiten Spiel liess der Meister Davos gegen die Lakers nichts anbrennen und gewann mit 4:2.

In zwei meist emotionsarmen Partien überraschte Kloten mit einer disziplinierten Leistung in der Resage den grossen Favoriten. Lugano legte bereits wieder einen Fehlstart hin. Dagegen wurde Davos seiner Favoritenrolle gerecht. Die Bündner besiegten den Halbfinal-Neuling SCRJ Lakers mit 4:2.

Flyers weiter im Hoch

Der HC Lugano wurde in der Resega kalt erwischt. Bereits nach 75 Sekunden führten die Kloten Flyers durch einen Treffer vom völlig freistehenden Andy Rufener mit 1:0. Die Flyers schienen das anstrengende Wochenende besser verdaut zu haben und konnten in der 34. Minute gar das 2:0 erzielen. Der Topskorer Kimmo Rintanen war der Torschütze für den Aussenseiter. Jetzt erwachte Lugano: Glen Metropolit konnte in Überzahl auf 1:2 verkürzen (37.). Ein uninspiriertes Lugano hatte jedoch weiterhin erhebliche Probleme gegen die Flyers, welche verdient nach 40 Minuten in Führung lagen.

Auch im dritten Abschnitt verteidigte das Team von Anders Eldebrink geschickt. Lugano kam bei fünf gegen fünf kaum zu Chancen. Doch im Powerplay zeigten die Tessiner einmal mehr ihre Extraklasse. Glen Metropolit glich nach 54 Minuten in einer solchen Überzahlsituation aus. In der Verlängerung drückten die Gäste aus Kloten auf den Siegtreffer. Sie waren den Einheimischen in dieser Phase eher überlegen. Spannung kam erst richtig im Penaltyschiessen auf: Kloten hatte das Glück auf seiner Seite und siegte nach Toren von Bärtschi und zweimal Pittis verdient mit 3:2.

Die Flyers holten mit dem Sieg den Heimvorteil bereits auf ihre Seite. Die Euphorie in Kloten wird die Mannschaft weiter tragen. Lugano muss wieder einen Fehlstart verkraften. Am Donnerstag sind die Bianconeri im Schluefweg bereits unter Druck. Das erste Spiel der Halbfinal-Serie erreichte noch kein gutes Niveau. Vor allem Lugano enttäuschte über weite Strecken.

Der Meister siegt souverän

Das Spiel zwischen dem HCD und den Lakers verlief bis zur zehnten Minute fast ereignislos. Dann brachte Reto von Arx mit einem Ablenker den Meister in Front. Nur acht Sekunden später konnte Bruderer nach schönen Durchspiel nachdoppeln. Im zweiten Drittel konnte Rappi erst verkürzen.

Antonio Rizzello liess den Davoser Verteidiger schön aussteigen und traf zum 1:2. Doch Christian Berglund, der Leitwolf der Lakers leistete sich kurz darauf einen totalen Aussetzer. Nach einem Stockstich kassierte er eine 2-plus-2-plus-10-Minuten-Strafe. «Diese Strafe ist lächerlich. Es tut mir leid für das Team», sagte der Lakers-Star nach dem Spiel. bei fünf gegen drei konnte der Meister dabei das 3:1 erzielen. Kurz darauf erzielte Loïc Burkhalter mit einem schönen Solo das 4:1. Die Vorentscheidung war gefallen. Der Rapperswiler Cyrill Geyer wusste den Grund für den Rückstand nach 40 Minuten: «Wir haben noch kein Mittel gegen das Forechecking der Davoser gefunden.»

Braden Murray konnte bereits nach 29 Sekunden im dritten Drittel nochmals verkürzen, doch der Meister spielte seine Routine aus und liess in einem emotionsarmen Spiel nichts mehr anbrennen.

Geglückter Einstand von Lautenschlager

Die ZSC Lions haben sich im Playout-«Final» bei Fribourg-Gottéron mit einem 2:0-Sieg auf Anhieb den Heimvorteil erkämpft. Der vielkritisierte Goalie Ari Sulander steuerte seinen dritten Saison-Shutout zum gelungenen Start in die Best-of-7-Serie bei. Der von Ambri-Piotta engagierte Hnat Domenichelli erwies sich mit den Vorlagen zu den Toren von Jan Alston (32./doppelte Überzahl) und Dale McTavish (45.) als Gewinn für die Zürcher. Im vergangenen Jahr hatte Domenichelli nach Ambris Playoff-Ausscheiden Basel zum Aufstieg verholfen.

Nationalliga A. Playoff-Halbfinals (best-of-7). 1. Runde, Dienstag 21. März, 20 Uhr.

HC Lugano - Kloten Flyers 2:3 n.P. (0:1, 1:1, 1:0, 0:0) (Serie 0:1)

Resega. - 4666 Zuschauer. - SR Kurmann, Arm/Küng.

Tore: 2. Rufener (Lemm, Jenni) 0:1. 34. Rintanen (Pittis) 0:2. 37. Metropolit (Nummelin, Jeannin/Ausschluss Bärtschi) 1:2. 54. Metropolit (Gardner, Jeannin/Ausschluss Pittis) 2:2.

Penaltyschiessen: Nummelin 1:0. Lemm scheitert. Peltonen 2:0. Bärtschi 2:1. Hentunen scheitert. Jenni verschiesst. Metropolit scheitert. Pittis 2:2. Jeannin verschiesst. Rintanen scheitert. 2. Serie: Rintanen scheitert. Nummelin scheitert. Pittis 2:3. Peltonen verschiesst.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 6mal 2 Minuten gegen Kloten.

HC Davos - Rapperswil-Jona Lakers 4:2 (2:0, 2:1, 0:1) (Serie 1:0)

Eisstadion. - 3604 Zuschauer. - SR Reiber, Wehrli/Wirth.

Tore: 10. (9:53) Reto von Arx (Jan von Arx) 1:0. 11. (10:01) Bruderer (Burkhalter) 2:0. 29. Rizzello (Bütler, Geyer) 2:1. 33. Hahl (Riesen, Hauer/Ausschlüsse Walser, Berglund) 3:1. 35. Burkhalter (Kress/Ausschlüsse Marha; Berglund) 4:1. 41. Murray (Roest) 4:2.

Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Davos, 8mal 2 plus 10 Minuten (Berglund) gegen Rapperswil-Jona.

Nationalliga A. Playout-Final (best-of-7). 1. Runde, Dienstag 21. März, 19.45 Uhr:

HC Fribourg-Gottéron - ZSC Lions 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) (Serie 0:1)

St-Léonard. - 2730 Zuschauer. - SR Schmutz, Hofmann/Schmid.

Tore: 32. Alston (Domenichelli/Ausschlüsse Müller, Murphy) 0:1. 45. McTavish (Domenichelli, Karlberg) 0:2.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 9mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.

Die nächste Spiele: Nationalliga A. Playoff-Halbfinals (best-of-7). 2. Runde, Donnerstag, 23. März, 20 Uhr. Kloten Flyers - HC Lugano, Rapperswil-Jona Lakers - HC Davos.

Nationalliga A. Playout-Final (best-of-7). 2. Runde, Donnerstag, 23. März, 19.45 Uhr: ZSC Lions - HC Fribourg-Gottéron

(fox)

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