Fussballplatz Stighag: Klotens Kunstrasen beeindruckt FC Arsenal
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Fussballplatz StighagKlotens Kunstrasen beeindruckt FC Arsenal

Der englische Top-Klub besuchte am Dienstag die neue Kunstrasen-Anlage in Kloten – und zieht das Produkt für eine eigene Trainingshalle in Betracht.

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hvw
Die Arsenal-Delegation begutachtet den Kunstrasen auf dem Fussballplatz Stighag in Kloten.

Die Arsenal-Delegation begutachtet den Kunstrasen auf dem Fussballplatz Stighag in Kloten.

Über 400 Nachwuchs-Tschütteler trainieren seit letztem Oktober jede Woche auf dem neuen Kunstrasen der Fussballanlage Stighag in Kloten. Nun erhielt der Platz prominenten Besuch: Eine Delegation des Premier-League-Clubs FC Arsenal nahm den Rasen aus Kunststoff am Dienstag unter die Lupe und zeigte sich beeindruckt: «Die Qualitäten dieses künstlichen Grüns sind bemerkenswert», sagte Technik-Chef Jack Ironside gegenüber dem «Klotener Anzeiger».

Dabei ist Kunstrasen nichts Neues: Seit rund 60 Jahren werden Plastikhalme als Ersatz fürs Naturgrün verwendet. Führten frühere Produkte aber mit der Zeit zu platten Fussballfeldern oder zu Verbrennungen bei Stürzen, weise die Klotener Anlage der Firma Tischhauser & Co. AG nach eigenen Angaben das gleiche Ballverhalten und sogar eine geringere Verletzungsgefahr auf als natürlicher Rasen.

Harte Schale, weicher Kern

Möglich mache dies eine neue Bikomponentenfaser, welche die Kunstrasen-Pioniere zusammen mit den Schweizer Materialtüftlern der Empa, der ETH und einer deutschen Partnerfirma entwickelt haben: Ein Kunsthalm der Vorzeige-Anlage bestehe aus einem harten Kern und einem weichen Mantel. Eine Stützung mit Sand oder Granulat, wie heute üblich, entfalle damit.

Das scheint die Besucher vom englischen Tabellenvierten zu überzeugen: «Einen Kunstrasen ohne Sandunterstützung kannte ich bis heute nicht mal vom Hörensagen», so Ironside. Damit dürfte das Schweizer Produkt gute Chancen haben, bei der neben dem Spielfeld des FC Arsenal gelegenen Trainingshalle eingesetzt zu werden.

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