Schlimmer als CC: Klubboss verkauft 19 von 23 Spielern
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Schlimmer als CCKlubboss verkauft 19 von 23 Spielern

Diese Klubführung ist radikaler als Sion-Boss Cristian Constantin: Bei Karpati Lwiw muss nach einer schwachen Saison beinahe die ganze Mannschaft einen neuen Arbeitgeber suchen.

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Einen internationalen Platz peilte der ukrainische Erstligist Karpati Lwiw an, am Ende der Saison musste sich das Team mit Rang 14 - von insgesamt 16 Teams - begnügen. 52 Punkte fehlte dem Klub aus Lemberg, einer der EM-Austragungsorte 2012, auf Meister Schachtjor Donezk. Die Vereinsführung reagiert mit einem skurrilen Entscheid: Beinahe die ganze Mannschaft wird auf die Transferliste gesetzt.

«Der Klub hat sich entschieden, 19 Spieler zu verkaufen», heisst es auf der Homepage. Wirklich viel Zeit lassen sich die Ukrainer bis zur Bekanntgabe des neuen Kaders nicht: Bis zum 13. Juni werde Karpati ein neues Team zusammenstellen, kündigte Lwiw an. Dort sind auch die 19 Namen aufgeführt, die sich einen neuen Verein suchen müssen. Wie dem Statement weiter zu entnehmen ist, könnte es auch beim Coaching-Team Veränderungen geben.

In Mexiko fliegen gleich alle Spieler

Vor rund zwei Wochen machte Cristian Constantin mit einer ähnlichen Massnahme von sich reden. Der Sion-Boss reagierte auf die 0:5-Pleite gegen den FC St. Gallen und warf zehn Spieler aus dem Kader. Zudem entmachtete er Gennaro Gattuso und feuerte Trainer Arno Rossini. Die Lücke wurde mit acht U21-Akteuren gefüllt.

Gleich das gesamte Kader hat der mexikanische Spitzenverein Pachuca im Mai 2011 auf die Transferliste gesetzt. Die Klubführung griff zu dieser Massnahme, nachdem das Team den Viertelfinal in der nationalen Clausura-Meisterschaft verpasst hatte.

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