Schwierige Zeiten: KMU bauen weiter Stellen ab
Aktualisiert

Schwierige ZeitenKMU bauen weiter Stellen ab

Die KMU haben im zweiten Quartal 2009 die Wirtschaftskrise weiter zu spüren bekommen und bei sinkenden Umsätzen den Personalabbau fortgesetzt. Besonders betroffen sind Industriebetriebe. Eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Die Umsatzeinbussen bei den Dienstleistungsbetrieben waren gesamthaft moderater als in der Industrie, wie der am Donnerstag veröffentlichte KMU-Barometer zeigt, den die UBS in vierteljährlich in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gewerbeverband erstellt.

Die gedämpfte Ferienlaune machte dem Tourismus zu schaffen, während rückläufiger Konsum zu stagnierenden Umsätzen im Nahrungsmittelgeschäft führte und Einbrüche bei anderen Produktsegmenten verursachte. Die Baubrache litt unter wachsendem Preisdruck. Die Situation der kleinen und mittleren Detailhändler hat sich zwischen April und Juni hingegen leicht verbessert.

Die Aussichten in allen Sektoren für das dritte Quartal bleiben dennoch trüb. Einzig die Dienstleister zeigen sich ein bisschen optimistisch. Die Detailhändler erwarten bis Ende September erneut Rückschläge bei den Umsätzen, vor allem im Textilbereich und bei Nichtnahrungsmitteln.

Lehrstellensituation intakt

Der Lehrstellenmarkt sei indessen intakt, schreiben die Autoren des KMU-Barometers: 83 Prozent der befragten Betriebe wollen 2009 das Lehrstellenangebot nicht ändern, während 9 Prozent einen Ausbau planen und 8 Prozent weniger Lehrlinge einsetzen wollen. Bei den Dienstleistungen und im Tourismus dürfte das Angebot ansteigen, im Detailhandel dagegen tendenziell zurückgehen.

Die UBS hat insgesamt 603 KMU befragt und zu Vergleichszwecken die Daten von 177 Grossunternehmen hinzugezogen. (sda)

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