Knäste überfüllt - Italien lässt Häftlinge raus
Aktualisiert

Knäste überfüllt - Italien lässt Häftlinge raus

Weil in den italienischen Gefängnissen kein Platz mehr ist, können rund 20 000 Häftlinge frühzeitig entlassen werden. Der italienische Senat hat dem Amnestiegesetz zugestimmt.

Für das in der Regierungskoalition von Romano Prodi umstrittene Gesetz stimmten 245 Senatoren, 56 votierten dagegen bei 6 Enthaltungen.

Die Abgeordnetenkammer hatte bereits am Donnerstag grünes Licht gegeben. Mit dem Gesetz sollen die rund 200 Strafanstalten des Landes, von denen viele überbelegt sind, entlastet werden.

Von dem Strafnachlass könnten in den kommenden zwei Jahren etwa 20 000 von insgesamt 63 000 Häftlingen profitieren. In den italienischen Gefängnissen ist nur Platz für etwa 43 000 Häftlinge.

Das Gesetz sieht einen Strafnachlass von drei Jahren für alle vor Mai 2006 begangenen Vergehen vor. Von der Massnahme sind jene Häftlinge ausgenommen, die wegen Terrorismus, Mafiazugehörigkeit, Pädophilie, sexueller Gewalt, Entführungen, Schieberei, Geldwäscherei und Drogenhandel verurteilt worden sind.

(sda)

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