Aktualisiert 21.10.2016 07:29

TennisKnall im Team Bencic

Die 19-jährige Tennisspielerin trennt sich nach dem verpatzten 2016 von ihrem Schweizer Manager Marcel Niederer.

Fiel aus den Top 10 auf Rang 44 zurück: Belinda Bencic. (Archivbild)

Fiel aus den Top 10 auf Rang 44 zurück: Belinda Bencic. (Archivbild)

Keystone

2016 war definitiv nicht das Jahr der Belinda Bencic. In Moskau ging es für sie diese Woche mit der zwölften Erstrunden-Niederlage der Saison zu Ende. Anfang Februar erstmals in die Top 10 vorgestossen, ist sie inzwischen auf Rang 44 abgerutscht. Zeit, sportlich einen Schlussstrich zu ziehen und nach vorne zu blicken. Doch eine Zäsur gibt es, nachdem der letzte Ball gespielt ist, auch abseits der Courts, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Wie Marcel Niederer mitteilt, ist er per sofort nicht mehr fürs Management der Ostschweizerin zuständig. Er entspreche damit dem Wunsch der Familie Bencic, so Niederer.

Der Jugendfreund von Vater Ivan

Der 56-jährige Unternehmer, der über eine Million Franken in die Karriere von Bencic investierte, hält schriftlich fest: «Mit dieser Trennung treten die für einen solchen Fall vertraglich vorgesehenen Folgen in Kraft, gemäss denen ich für meine früheren Investitionen in Zukunft faire, ebenfalls bereits festgelegte Entschädigungen erhalten werde.» Niederer war seit Kindertagen mit Vater Ivan Bencic befreundet und ermöglichte diesem mit seinem finanziellen Engagement, die Karriere von Belinda schon früh vollberuflich zu begleiten. Zuletzt war Niederer bei der Tennisspielerin als Manager für den Schweizer Markt sowie für Medienkontakte zuständig gewesen, das internationale Management wird von der US-Agentur Octagon betreut.

Er wünsche Belinda Bencic für die weitere Karriere alles Gute und danke der Familie für die lange erfolgreiche Zusammenarbeit, lässt Niederer verlauten. Weiter kommentieren will er die Trennung nicht. Vorderhand wird das Management der 19-Jährigen von der Familie übernommen. Der Bruch mit Niederer ist ein Indiz dafür, dass es bei Bencic hinter den Kulissen rumort. 2016 war für sie von Verletzungen und Rückschlägen geprägt, wobei sie und ihr Team in der Planung einige grobe Fehler begingen. Sie eilte, obschon teils angeschlagen, von Turnier zu Turnier und geriet dabei in einen sportlichen Teufelskreis. Seit Mitte Juni gewann sie nur noch 4 von 15 Matches.

Übernommen von «Tages-Anzeiger», bearbeitet durch «20 Minuten».

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