Zweitletzter Test: Knapper Sieg gegen Deutschland
Aktualisiert

Zweitletzter TestKnapper Sieg gegen Deutschland

Die Schweizer Eishockey-Nati siegt im zweitletzten Test vor der WM gegen Deutschland. In Langenthal erzielt Reto Suri in der dritten Minute der Verlängerung das entscheidende 2:1.

Das Schweizer Nationalteam hat sein zweitletztes Vorbereitungsspiel vor der WM in Schweden gewonnen. In Langenthal siegten die Schweizer im ersten Vergleich mit Deutschland 2:1 nach Verlängerung. Heute folgt gegen den selben Gegner die WM-Hauptprobe in Rapperswil.

Eine Woche vor dem WM-Auftakt gegen den schwedischen Gastgeber war es in der gut gefüllten Schoren-Halle ein wenig überzeugender Auftritt des Schweizer Nationalteams. Immerhin stimmte das Resultat. Dank einem Treffer von Reto Suri in der 3. Minute der Overtime gewann das Team von Trainer Sean Simpson zum fünften Mal im siebten WM-Testspiel. Suri hatte bereits in der letzten Partie in Finnland getroffen. In Hämeenlinna hatten sich die Schweizer ebenfalls in der Verlängerung (5:4) durchgesetzt.

Wenige Schweizer Chancen

Im Vergleich zu den beiden Partien gegen die Finnen kreierten die Schweizer viel weniger Chancen. Nach einem Startabschnitt, in dem sie nur gerade drei (!) Abschlüsse auf das deutsche Tor zu verzeichnen hatten, kamen die Schweizer im mittleren Abschnitt besser ins Spiel. Tore wollten ihnen aber vorerst keine gelingen. Als sich die 3922 Zuschauer bereits in der Pause sahen, brachte Verteidiger Patrick von Gunten die Schweiz fünf Sekunden vor der Sirene doch noch in Führung. Für den Klotener war es erst das fünfte Tor im Schweizer Trikot (in 57 Länderspielen), aber bereits der fünfte Skorerpunkt in der laufenden WM-Vorbereitung.

Gemessen an den Möglichkeiten hätten die Schweizer zu diesem Zeitpunkt höher führen müssen. Von Gunten (21.), Stancescu (23.), Ambühl nach einem schönen Solo (31.) und Bodenmann kurz vor dem 1:0 vergaben weitere Treffer. Die offensiven Nachlässigkeiten der Schweizer im zweiten Drittel bestraften die Deutschen nach der zweiten Pause prompt: John Tripp bezwang den designierten NHL-Keeper Reto Berra (42.) aus spitzem Winkel. Berra hinterliess bei diesem Gegentreffer keine gute Figur. Ansonsten stoppte er die ebenfalls wenigen guten Abschlüsse der Deutschen in gewohnt souveräner Manier.

Seit drei Jahren immer knappe Duelle

Das Duell mit dem nördlichen Nachbarn, der die letzte WM (unter Köbi Kölliker) nur auf Platz 12 und damit noch schlechter als die Schweizer (11.) abgeschlossen hatte, endete damit schon fast gewohnheitsmässig mit einem knappen Resultat. Seit Simpson vor gut drei Jahren den Job als Nationaltrainer übernommen hatte, endete keine der acht Direktbegegnungen mit mehr als zwei Treffern Differenz.

Zum Abschluss der WM-Vorbereitung treffen die Schweizer heute (Samstag) in Rapperswil ein zweites Mal auf Deutschland. In der Hauptprobe sechs Tage vor dem WM-Auftakt gegen Gastgeber Schweden in Stockholm werden mit Ausnahme von Ryan Gardner auch die Spieler von Meister Bern mit von der Partie sein; Philippe Furrer, Martin Plüss und Ivo Rüthemann erhielten gestern in Langenthal noch eine Pause. Gardner blickt in diesen Tagen Vaterfreuden entgegen und erhält deshalb auch für das zweite Duell mit dem Erzrivalen frei.

Schweiz - Deutschland 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 1:0) n.V.

Schoren, Langenthal. - 3922 Zuschauer. - SR Massy/Kurmann, Küng/Arm.

Tore: 40. (39:55) Von Gunten (Cunti) 1:0. 42. Tripp (Pietta) 1:1. 63. (62:14) Suri (von Gunten) 2:1.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 1mal 2 Minuten gegen Deutschland.

Schweiz: Berra; Seger, Julien Vauclair; Ramholt, Grossmann; Blindenbacher, von Gunten; Helbling, Blum; Bürgler, Ambühl, Suri; Bieber, Trachsler, Monnet; Bodenmann, Cunti, Hollenstein; Simon Moser, Walker, Stancescu.

Deutschland: Endras; Köppchen, Nikolai Goc; Moritz Müller, Baxmann; Kohl, Schopper; Ankert, Lindlbauer; Greilinger, Schütz, Rankel; Tripp, Pietta, Gogulla; Mauer, Hager, David Wolf; Noebels, Kink, Yannic Seidenberg.

Bemerkungen: Schweiz ohne Stephan (Ersatztorhüter), Martin Gerber, Martin Plüss, Rüthemann, Philippe Furrer und Gardner (alle überzählig). 7. Lattenschuss Mauer. - Powerplay-Ausbeute: Schweiz (0/1); Deutschland (0/3). - Schüsse: 22 Schweiz (3/12/6/1); Deutschland 26 (7/6/11/2). (si)

Deine Meinung