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Gefährdeter PelikanKnast - weil er den falschen Vogel fing

Ein hungriger Obdachloser aus Los Angeles tötete einen Vogel, um sich davon zu ernähren. Jetzt wandert er für zwei Monate ins Gefängnis – der Pelikan ist in Kalifornien auf der Liste der geschützten Tierarten.

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Sergio Alvarez hatte grosses Pech - oder war es eine gezielte Tat? Der Vogel, den er gefangen hatte, ist auf der Liste der geschützten Vogelarten. (Screenshot: CBS Los Angeles)

Sergio Alvarez hatte grosses Pech - oder war es eine gezielte Tat? Der Vogel, den er gefangen hatte, ist auf der Liste der geschützten Vogelarten. (Screenshot: CBS Los Angeles)

Im Grossraum Los Angeles leben nach jüngsten Schätzungen etwa 50 000 obdachlose Menschen. Die Stadt bietet jedoch Unterkunft und eine tägliche warme Mahlzeit für nicht mehr als 12 000 an. Der grösste Teil der Clochards muss also selber sehen, wie er zu Nahrung kommt.

So auch der 30 Jahre alte Sergio Alvarez. Er hatte nach einem erfolglosen Fischtag in Malibu nichts mehr zu essen. Hungrig, wie er war, fing Alvarez kurzerhand einen Vogel. Wie «CBS Los Angeles» schreibt, würgte er das Tier und begann es zu kochen, als plötzlich die Polizei auftauchte.

Die Beamten nahmen den überraschten Obdachlosen auf der Stelle fest: Der Vogel, den er getötet hatte, war nämlich auf der Liste der geschützten Tierarten aufgeführt. Nun drohen Alvarez 60 Tage Knast. So lange dürfte ihm nun ein Dach über dem Kopf und regelmässige Mahlzeiten sicher sein. Nach seiner Freilassung muss er ein Jahr auf Bewährung überstehen.

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