Knatsch um Demo: Nervosität steigt
Aktualisiert

Knatsch um Demo: Nervosität steigt

Nervosität bei Wef-Gegnern und Stadtregierung: Gibts überhaupt noch eine Lösung für die Demo vom 22. Januar? Denn: Auch für die musikalische Wef-Parade siehts jetzt schlecht aus.

Es war ein schwerer Entscheid: Die Organisatoren der Demo gegen das Weltwirtschaftsforum (Wef) berieten gestern fünf Stunden lang, ob sie eine «Demo hinter Gittern» auf dem Bundesplatz akzeptieren sollten. Erst heute werden sie über die Ergebnisse informieren.

Klar ist aber: «Wenn die Organisatoren das Angebot nicht annehmen, müssen sie sich bewusst sein, dass die Demo am Samstag unbewilligt ist», sagt Polizeidirektorin Barbara Hayoz. Und sie fügt hinzu: «Passieren dann Sachbeschädigungen, wird die Polizei eingreifen.»

Bereits liegt ein neues Gesuch für nächsten Samstag auf dem Tisch: Die Veranstalter der Tanz-Parade «Dance Out Wef» haben es gestern der Polizei geschickt. «Wir hoffen sehr, dass wir unser friedliches Fest durchführen können», sagt ein OK-Mitglied. «Wir haben letzte Woche mit der Polizei und dem Stadtpräsidenten geredet, wurden aber immer wieder an Frau Hayoz verwiesen.» Diese sei aber nicht erreichbar gewesen. «Das ist nicht der übliche Weg – das Gesuch geht an die Polizei», sagt Gemeinderätin Hayoz dazu. Sie sieht keine grosse Chance, dass die Parade bewilligt wird.

Andrea Abbühl

Falsche Beilage in 20 Minuten

Aufregung um die Berner 20-Minuten-Ausgabe vom Freitag: In der Nacht hatten Unbekannte eine Beilage eingelegt. Darin behaupten sie, die Zeitung würde die Gegner des Weltwirtschaftsforum (Wef) unterstützen.

Die 20-Minuten-Redaktion hat damit nichts zu tun und verurteilt die Tat aufs Schärfste. Das Redaktions-Konzept ist klar: 20 Minuten macht neutrale Berichterstattung. Der Verlag leitet rechtliche Schritte ein.

Wie viele Exemplare des gefälschten «Wef-Spezial» eingesteckt wurden, ist unklar: Sobald die Zeitungen in den Kästen liegen, sind sie für jedermann zugänglich.

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