Knatsch um farbige Lauben: Jetzt soll Stapi entscheiden

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Knatsch um farbige Lauben: Jetzt soll Stapi entscheiden

Weil die Gassenbogen verschmiert waren, strichen Lädelibetreiber sie neu – in dezenten Farben. Doch die Denkmalpflege akzeptiert nur Grau. Jetzt soll Stapi Alexander Tschäppät eingreifen.

«Das verstehe ich nicht», sagt Daniel Gerber, der ein Restaurationsatelier in der Berner Rathausgasse betreibt. «Jetzt reagieren die Denkmalpfleger so heftig – und vorher kümmerte es keinen.» Die Laubenbogen seien verschmiert gewesen und die Farbe sei abgeblättert. «Das war ein hässlicher Anblick», sagt er. Darum habe er alles frisch gemalt: «Ich wählte extra eine dezente Pastellfarbe.» Doch sofort habe die Denkmalpflege gefordert, dass alles wieder grau gestrichen werde.

Jürg Keller von der Denkmalpflege: «Die Farben sind inakzeptabel.» Die Berner Altstadt sei ein wertvolles Kulturgut. Für ihn ist klar: Nur Sandsteinfarben sind erlaubt.

Jetzt hat Gerber einen Brief an Stadtpräsident Alexander Tschäppät geschriebenm, den 25 weitere Geschäftsführer mitunterzeichnet haben. «Wir haben uns für ein freundliches Stadtbild eingesetzt – und nun haben wir den Ärger. Das akzeptieren wir nicht», schreiben sie. Sie bitten Tschäppät, dass er an der Rathausgasse vorbeikommt, um das Problem zu erörtern. Gerber: «Wir warten auf eine Antwort – vorher machen wir nichts».

Andrea Abbühl

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