Aktualisiert 30.06.2020 13:13

«Schreckliches» Firmen-Ergebnis

Knecht Reisen entlässt 20 Prozent der Angestellten

Das Reinemachen in der Reisebranche geht weiter: Knecht Reisen baut bis Ende Jahr 20 Prozent der Belegschaft ab.

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Jetzt spart auch Knecht Reisen beim Personal. Der Reiseveranstalter will bis Ende Jahr 20 Prozent der Stellen abbauen.

Jetzt spart auch Knecht Reisen beim Personal. Der Reiseveranstalter will bis Ende Jahr 20 Prozent der Stellen abbauen.

Der Stellenabbau geschehe über natürliche Abgänge, erklärte Konzernchef Roger Geissberger in einem Interview mit dem Portal «Travelnews.ch». Entlassungen seien dennoch unumgänglich.

Der Stellenabbau geschehe über natürliche Abgänge, erklärte Konzernchef Roger Geissberger in einem Interview mit dem Portal «Travelnews.ch». Entlassungen seien dennoch unumgänglich.

Auch der Migros-Tochtergesellschaft Hotelplan geht es nicht gut.

Auch der Migros-Tochtergesellschaft Hotelplan geht es nicht gut.

KEYSTONE

Darum gehts

  • Der Reiseveranstalter Knecht Reisen baut 20 Prozent der Stellen ab.
  • Laut Firmen-Chef Roger Geissberger geschehe das über natürliche Abgänge, Entlassungen seien aber unumgänglich.
  • Geissberger spricht von einem «schrecklichen» Firmen-Ergebnis in diesem Jahr.

Der Reiseveranstalter Knecht Reisen wird bis Ende Jahr 20 Prozent der Belegschaft abbauen. Auch das Filialnetz wird, um die Folgen der Coronavirus-Pandemie zu bewältigen, gestrafft.

Der Stellenabbau geschehe über natürliche Abgänge, erklärte Konzernchef Roger Geissberger in einem Interview mit dem Portal «Travelnews.ch». Entlassungen seien dennoch unumgänglich. Der Fernziel-Spezialist ist von der Krise besonders stark betroffen.

Das Zweigstellennetz wird bis Ende Jahr um vier auf 21 Standorte reduziert. Geschlossen würden die Zweigstellen in Ruswil (LU), Allschwil (BL), Reinach (AG) und in Amriswil (TG).

Laut Geissberger werden die Ergebnisse im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang von 70 Prozent «schrecklich» ausfallen. «An Gewinn ist nicht zu denken», warnte er. Schwarze Zahlen will Knecht Reisen erst ab dem Jahr 2021 wieder erzielen – aber mit einem um 25 Prozent tieferen Umsatz als ursprünglich geplant.

Die Knecht Reisen Gruppe, die im Jahr 2018 einen Umsatz von 210 Millionen Franken erzielte, umfasst 17 Marken.

Die Reisebranche durchlebt aktuell eine grosse Krise. Grosse Anbieter wie Hotelplan und Globetrotter hatten bereits letzte Woche eine Verkleinerung ihres Geschäfts, mit der Reduktion von Personal und Filialen, angekündigt.

(SDA)

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41 Kommentare
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Martial2

01.07.2020, 15:07

Diese Branche mit sehr mageren Provisionen, ist stark von Airlines, Hotellerie abhängig. Wenn grosse Unternehmen viele Mitarbeiter entlassen müssen, werden die kleinen komplett untergehen. Leider unvermeidlich!

Harley

01.07.2020, 08:07

Ist eine zwangsläufige Entwicklung welche früher oder später in der Branche sowieso stattgefunden hätte. Reisebüros braucht man heute einfach nicht mehr. Höchstens zur Ideensammlung um dann online selber zu buchen. Wir sind jedes Jahr 3 - 4 mal in Übersee im Urlaub, hab aber seit mindestend 20 Jahren kein Reisebüro mehr von innen gesehen.

Angestellter

01.07.2020, 06:17

Das sind leider die Konsequenzen, die der Bundesrat mit dem Lockdown herbeigeführt hat.