Händeschütteln mit Platini: Knirps schleicht sich zur Pokalübergabe

Aktualisiert

Händeschütteln mit PlatiniKnirps schleicht sich zur Pokalübergabe

Die Chelsea-Siegesfeiern nach dem Gewinn der Europa League sind vorbei. Ein 11-jähriger Junge aus Liverpool wird aber noch lange davon erzählen.

von
heg

Chelsea feierte am Mittwochabend dank einem 2:1-Last-Minute-Sieg gegen Benfica Lissabon den Gewinn der Europa League. Nach dem Spiel dauerte es einige Zeit, bis die Siegerzeremonie auf der Tribüne losgehen konnte. Genau diese paar Minuten nutzte der 11-jährige Louis Kearns aus Liverpool für einen Lausbubenstreich.

Der Knirps entfernte sich von seinem Vater, als dieser ihn kurz aus den Augen verlor. Kearns ging aber nicht etwa alleine aufs WC oder ein Getränk kaufen, sondern er machte sich auf in Richtung Spielfeld. Als die Chelsea-Akteure die Tribünenstufen erklommen, um den Pokal in Empfang zu nehmen, reihte sich der Junge einfach hinter Fernando Torres und vor David Luiz ein und lief brav mit. Nachdem Torres von Uefa-Präsident Michel Platini die Medaille überreicht bekommen hatte, war Kearns an der Reihe. Er schüttelte Platini die Hand. Der Uefa-Präsident meinte wohl, das Kind gehöre zu einem Spieler. Der Junge hatte derart Freude, dass er kurz umherhüpfte.

«Ich bin mir sicher, das ist Louis»

Wer genau hinschaute, konnte den Jungen bei der Siegerfeier erkennen. So erging es Louis' Tante Francesca Kearns. Die 28-Jährige verfolgte das Spiel am Fernsehen und traute ihren Augen nicht. «Ich sah das Spiel, schenkte dem TV aber nicht viel Aufmerksamkeit. Als ich den blonden Jungen bei der Siegerfeier sah, war ich mir sicher, das ist Louis», wird sie bei der «BBC» zitiert.

Dass sich Louis genau hinter der Nummer 9 von Chelsea einreihte, hatte seinen Grund. «Torres war sein Lieblingsspieler bei Liverpool und Rafael Benitez sein Lieblingstrainer. Als er die Chance auf ein Autogramm des Spielers erblickte, machte er sich auf in Richtung Rasen und lief hinter ihm die Treppe hoch», so Louis' Tante weiter.

Uefa greift ein

Nach einiger Zeit bemerkte auch die Uefa den Lausbubenstreich. «Nach Rücksprache mit dem Jungen haben wir ihn von der Zeremonie wegbegleitet», so ein Sprecher des europäischen Fussballverbandes. Louis Kearns sorgt mit seiner Aktion jedenfalls für viel Gesprächsstoff auf der Insel und war im zarten Alter von 11 Jahren schon bei einer grossen Siegesfeier dabei.

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