Bisisthal: Knochen-Walti findet mysteriösen Ritz-Felsen

Aktualisiert

BisisthalKnochen-Walti findet mysteriösen Ritz-Felsen

Ein Heimat-Kundler hat in Bisisthal einen Felsen mit eingeritzten Zeichen entdeckt. Nun wird über die Bedeutung gerätselt.

von
mme
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Der Felsen mit den eingeritzten Zeichen befindet sich im schwyzerischen Bisisthal, neben einem Weglein von Spitzbäch nach Milchbüelen.

Der Felsen mit den eingeritzten Zeichen befindet sich im schwyzerischen Bisisthal, neben einem Weglein von Spitzbäch nach Milchbüelen.

Walter Imhof
Gefunden hat ihn Walter Imhof. Er ist bekannt unter dem Namen «Knochen-Walti».

Gefunden hat ihn Walter Imhof. Er ist bekannt unter dem Namen «Knochen-Walti».

Peter Beeler
Wie deuten Sie die Zeichen? Diskutieren Sie mit in den Kommentaren. Hier der Vorschlag von 20 Minuten: Da hat eindeutig ein Älpler vor langer, langer Zeit schon das Wort «Yolo» in den Felsen geritzt. Ja, die Älpler sind eben ein fröhliches Völklein.

Wie deuten Sie die Zeichen? Diskutieren Sie mit in den Kommentaren. Hier der Vorschlag von 20 Minuten: Da hat eindeutig ein Älpler vor langer, langer Zeit schon das Wort «Yolo» in den Felsen geritzt. Ja, die Älpler sind eben ein fröhliches Völklein.

Fotomontage 20 Minuten

Tief im schwyzerischen Bisisthal, neben einem Weglein von Spitzbäch nach Milchbüelen, machte Walter Imhof einen rätselhaften Fund: Einen Felsblock, auf dem dutzende Ziffern und Zahlen eingeritzt sind.

Imhof, unter dem Namen «Knochenwalti» bekannt, säuberte den Felsen, nun sind die Zeichen zum Vorschein gekommen. «Die wenigsten Wanderer haben wohl diesen Stein wahrgenommen, obwohl er direkt neben dem Weg liegt», sagte Imhof zum «Boten der Urschweiz».

Ein Gipfelbuch der Vorzeit?

Er fand etwa Initialen, teilweise übereinander geritzt. Nun wird gerätselt, was die Zeichen bedeuten. Er vermutet, dass Älpler und Hirten die Zeichen ritzten. Diese hätten das Gebiet gekannt, wo es nur wenige Orte mit solchem weichen Gestein gebe, dass sich ritzen liesse. Der dominierende Kalkstein in der Region sei zu hart dafür. Wie alt die Zeichen sind, sei schwierig abzuschätzen. Weiter kann er sich vorstellen, dass der Ritz-Felsen mit einem Gipfelbuch, wie sie heute üblich sind, vergleichbar ist. Er kennt andere Beispiele davon, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichten.

Vielleicht sind die Zeichen aber ganz banal: «Es kann sein, dass sie aus purer Langeweile von Hirten beim Viehhüten entstanden sind.»

Imhof hat schon etliche andere Entdeckungen gemacht: «Als Höhlenforscher habe ich sicher 30'000 Knochen gefunden, darunter von ausgestorbenen Tieren. Darum der Name Knochen-Walti.»

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