Knochenbrüche halten die Notfallärzte auf Trab
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Knochenbrüche halten die Notfallärzte auf Trab

Das Glatteis auf den Zürcher Strassen führte zu zahlreichen Knochenbrüchen. In der Notfallaufnahme des Stadtspitals Triemli haben die Ärzte alle Hände voll zu tun.

«Es chlöpft und tätscht in der Notfallaufnahme», so Professor Urs Metzger vom Zürcher Triemlispital. Die Minustemperaturen führten in den letzten Tagen bei manchen Zürchern zu schweren Lungenentzündungen und hartnäckigen Grippeerkrankungen, aber auch zu zahlreichen Ausrutschern auf vereisten Strassen: «Wir haben derzeit täglich rund 100 Patienten in der Notfallaufnahme», so Metzger. Das seien gut zwanzig mehr als an normalen Tagen.

Bei den Verletzungen zählen die Schenkelhals- und Vorderarmbrüche klar zu den Spitzenreitern. «In erster Linie sind ältere Personen betroffen», erklärt Metzger. «Darunter sind auffallend viele Frauen – fast fünfzig Prozent mehr als Männer.» An zweiter Stelle stehen die Oberarmbrüche, gefolgt von den Hirnerschütterungen und den Ski- und Snowboardunfällen. Bei Wintersportlern erfordern Knieverletzungen die meisten Operationen.

Das Zürcher Unispital konnte zu Notfalleinweisungen gestern keine Zahlen nennen. «Die meisten Patienten kommen wegen Hand- und Fussgelenkverletzungen», sagt aber Silvia Gonzalez vom Unispital Zürich.

Romina Lenzlinger

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