Aktualisiert 28.04.2010 08:37

Applikationen

Knüppel versus Robbe

Apple hat das Game «iSealClub» nicht in den App Store aufgenommen, in dem man Seehunde erschlagen muss. Gleichzeitig hat man zahlreiche Spiele für Freizeit-Killer im Angebot.

von
hst

Wie techcrunch.com schreibt, hatte sich der Entwickler von «iSealClub», Matthew Smyth, vorab an Apple gewandt und um eine Einschätzung des Spiels gebeten. Der Apple-Konzern hatte ihm - wie vielen anderen - mitgeteilt, dass man Applikationen vorab nicht bewerte. Nachdem Smyth sein Game eingereicht hatte, wurde es vom Apfel-Konzern mit der Standardbegründung abgelehnt, dass es anstössige Inhalte habe.

Wie im obigen Video zu sehen ist, müssen Spieler von «iSealClub» Seehunde mit einem Knüppel schlagen. Virtuelles Blut fliesst nicht, wer Jungtiere trifft, wird mit Punktabzug bestraft. Inspiriert wurde der Entwickler von entsprechenden Jagd-Praktiken in Kanada. Gegenüber TechCrunch warf Smyth Apple Heuchelei vor, denn Games wie «Grand Theft Auto», in denen man kaltblütig Menschen ermorden müsse, hätten es in das Applikationsangebot des Unternehmens geschafft. Eine Stellungnahme des Apfel-Konzerns gab es bislang nicht.

Diskussion trotz klaren Kurses

Im Unterschied zu Google fährt Apple einen strengen Kurs bei der Aufnahme von Applikationen für iPhone und iPod touch. Diesem fallen aber nicht alle diskussionswürdigen Tools zum Opfer: Im März hatte man rund 5000 anzügliche Applikationen auf einen Schlag entfernt, wie 20 Minuten Online berichtete. Bei der Präsentation des iPhone OS 4.0 hatte Apple-CEO Steve Jobs Anfang April gesagt: «Es gibt bekanntlich einen Porno-App Store für Android, ich denke nicht, dass wir diesen Weg gehen sollten.»

Offenbar sind Apple aber nicht nur Sex-Apps ein Dorn im Auge. So wurde den Entwicklern von «DuckPhone» unlängst mitgeteilt, dass ihre Applikation nicht ins Angebot aufgenommen wird, weil sie mit ihren Quakgeräuschen den Usern zu wenig Funktionalität bieten würde, berichtete der IT-Blog gizmodo.com. Der dem mobilen Safari klar überlegene Browser Opera mini war erst kürzlich zugelassen worden.

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