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Eisbären-DramaKnut war krank im Hirn

Der Star-Eisbär litt wohl an einer Hirnkrankheit. Untersuchungen des Kadavers zeigten deutliche Veränderungen des Gehirns. Dies sei der Grund für den plötzlichen Tod.

von
feb

Knuts letzte Augenblicke vor seinem Tod (Video: <a href="http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/video-zeigt-knuts-letzte-minuten-article1144400.html" target="_blank">B.Z.</a>).

Den Befund der Hirnerkrankung des Eisbären ergaben erste Untersuchungen. Dies teilte der Zoo in Berlin am Dienstag mit. Andere Organveränderungen hätten die Pathologen nicht festgestellt. Um die Todesursache endgültig zu klären, laufen allerdings noch weitere Untersuchungen - bakterielle und am Gewebe - die nach Angaben des Zoos noch mehrere Tage dauern werden. Knut war im Alter von nur vier Jahren am Samstag plötzlich verendet. Zuvor hatte es keinerlei Anzeichen für eine Erkrankung gegeben.

Videos (siehe oben) und Fotos zeigten, wie sich Knut am Samstagnachmittag auf einem Felsen im Kreis drehte, dann ins Taumeln geriet und seitwärts in den Wassergraben in seinem Gehege kippte. Dort bewegte er sich noch kurz mit dem Kopf unter Wasser, dann stiegen Luftblasen auf, und das grosse Tier trieb bewegungslos an der Wasseroberfläche.

Was geschieht mit dem Kadaver?

Am Dienstag trauert die Welt noch immer um Knut, Zehntausende sind es auf Facebook und es werden stündlich mehr. Auf der Kondolenzseite des Berliner Zoos sind es über 3000, Hunderte pilgern ans Gehege des ehemaligen Medien-Stars.

Während die Knut-Fans noch geschockt sind, gibt es bereits erste Auseinandersetzungen darüber, was mit dem Kadaver des Lieblings der Massen geschehen soll. Normalerweise werden verendete Tiere verbrannt. Bei Knut wird es wohl nicht so weit kommen.

Bekommt Knut eine Skulptur?

Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz soll gemäss RP Online Sympathien dafür haben, den Tierkörper präparieren zu lassen um ihn dann im Berliner Naturkundemuseum auszustellen.

Weiter sagte er: «Am Gehege könnte ich mir auch eine kleine Skulptur zum Gedenken vorstellen, vielleicht so, wie Knut als Baby war.» Eine Zoosprecherin stellte allerdings klar, es sei noch keine Entscheidung gefallen, was mit den sterblichen Überresten von Knut geschehe.

Die Knut-Anhänger sind gespalten. Jana S. schreibt im Gedenkbuch des Berliner Zoos: «Lasst Knut nicht ausstopfen. Er hat einen Abschied in Würde und einen ruhigen Platz für den ewigen Frieden verdient.» Adelheid J hingegen findet: «Bitte präpariert diesen wunderbaren einmaligen Eisbären. Ich möchte ihn mal meinen Enkeln zeigen.»

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