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Kobe Bryant muss vor Gericht

Der US-Basketballstar Kobe Bryant muss nun tatsächlich wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht.

Wie ein Richter in Eagle im US-Bundesstaat Colorado entschied, liegen nach der Anhörung von Zeugen genügend Beweise für eine Anklage vor.

Eine 19-jährige Hotelangestellte wirft Bryant vor, er habe sie Ende Juni in einem Luxushotel in Colorado vergewaltigt. Der 25-jährige Sportler räumte ein, Sex mit der Frau gehabt zu haben. Er betonte aber, sie sei damit einverstanden gewesen. Im Falle einer Verurteilung droht dem Basketballer eine lebenslange Haftstrafe.

Vergangene Woche waren allerdings Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Opfers aufgekommen: Wie der Chefermittler, Sheriff Doug Winters, mitteilte, räumte die Frau Sex mit mindestens einem anderen Mann in dem fraglichen Zeitraum ein. Es wurden auch entsprechende Spuren gefunden.

Bryant gilt unter sportbegeisterten Jugendlichen in seiner Heimat als ein Vorbild und Held. Mit den Los Angeles Lakers gewann er in den vergangenen drei Jahren die Meisterschaft der US-Profiliga NBA. Er selbst wurde 2002 zum besten Spieler der Basketball-Liga gewählt.

Die Vorwürfe gegen den Liebling der NBA erregen die Gemüter in den USA derart, dass Staatsanwälte, Ermittler, Polizisten und Richter sowie das mutmassliche Vergewaltigungsopfer Morddrohungen erhielten. (sda)

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