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Männer in der KücheKochen mit Eventcharakter

«Beef!» ist ein neues Magazin für Männer - für kochende Männer, um genau zu sein. 20 Minuten sprach mit Chefredaktor Jan Spielhagen.

von
Lena Berger

Warum braucht es ein Koch­magazin nur für Männer?

Jan Spielhagen: Weil Kochen doch eigentlich das perfekte Männerhobby ist. Kneten, ­Braten, Ausnehmen – das ­alles befriedigt den männlichen Handwerker-Trieb. Das ist fast wie früher die Arbeit im Hobby­keller.

Aber eigentlich gilt Kochen doch als Frauendomäne ...

Nicht mehr, seit Männer das Angeber-Potential des Kochens entdeckt haben. Das Fach­simpeln über den perfekten Espresso und das Prahlen mit dem High-Tech-Messer-Set macht viel zu viel Spass, um es nur den Frauen zu überlassen.

Kochen Männer denn anders als Frauen?

Frauen kochen gern gesund, schnell und günstig – Männer dagegen ausschweifend, detailverliebt und exzentrisch. Das Kochen hat bei Männern immer Eventcharakter.

Wie kommen kochende Männer bei Frauen an?

Die Irritation, die aus dem Bruch der Geschlechterrolle entsteht, ist sehr sexy. Das funktioniert auch umgekehrt: Eine hübsche Blondine wandelt sich zur Traumfrau, wenn man(n) erfährt, dass sie – zum Beispiel – Autorennen fährt.

Die Rezepte in «Beef!» sind sehr fleischlastig. Wird es denn auch mal ein nettes Kuchen­rezept drin haben?

«Beef!» macht keine Kom­promisse den Frauen zuliebe. Wenn Männer einen Kuchen backen, dann einen richtigen. Mit Sahne, Schokolade und Butter – kalorienreduzierte Wohlfühlfigur-Rezepte wirst du in unserem Magazin bestimmt nie finden.

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