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EnglandKochendes Wasser über Tochter (1) gegossen – Mutter muss ins Gefängnis

Im März 2020 tötete Katie Crowder ihr 19 Monate alte Tochter. Sie übergoss das Baby mit kochendem Wasser. Die 26-Jährige sprach von einem Unfall. Jetzt wurde sie verurteilt.

von
Konstantin Furrer
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Das Gericht sah es erwiesen an, dass Katie Crowder ihre Tochter ermordete. 

Das Gericht sah es erwiesen an, dass Katie Crowder ihre Tochter ermordete.

Nottinghamshire Police
Katie Crowder selbst sprach von einem Unfall.

Katie Crowder selbst sprach von einem Unfall.

Die 26-Jährige muss lebenslänglich ins Gefängnis.

Die 26-Jährige muss lebenslänglich ins Gefängnis.

Eine Mutter in England, die kochendes Wasser über ihre 19 Monate alte Tochter goss, muss lebenslänglich ins Gefängnis. Gracie starb nach einem einstündigen Todeskampf an den Verletzungen. Sie erlitt Verbrennungen an 65 Prozent ihres Körpers. Im Blut der Mutter wurde nach der Tat Kokain nachgewiesen.

Katie Crowder (26) sprach vor Gericht von einem Unfall und sagte, sie würde ihr Kind niemals verletzen. Sie erklärte, dass Gracie im Badezimmer einen Kübel mit heissem Wasser umgeworfen hatten. Sie habe ihr Kind erst später tot aufgefunden.

Das Gericht schenkte den Ausführungen der Mutter keinen Glauben und verurteilte die 26-Jährige. Richter Jeremy Baker sagte, es sei klar, dass nicht ein Unfall zu den Verletzungen geführt haben könne. «Was mit Gracie geschah, ist verstörend und tragisch», sagte Baker.

Motiv noch unklar

«Sie haben eine signifikante Menge kochendes Wasser über Gracies Gesicht und Körper gegossen, während das Kind in einem Pool von ebenso heissem Wasser sass», sagte Baker. «Die medizinischen Untersuchungen zeigen, dass Gracie dabei extreme Schmerzen gehabt habe, welche dazu führten, dass sie stark schrie und versuchte, den Pool zu verlassen.»

Gemäss Baker sei erwiesen, dass der Tod von Gracie nicht schnell hätte eintreten können. «Im Gegenteil: Der Todeskampf hat über eine Stunde gedauert, bis ihr Herz schliesslich aufgab.» Erst nachdem Gracie gestorben war, suchte Katie Crowder Hilfe bei ihren Eltern, die nur wenige Schritte entfernt wohnen.

Wieso Katie Crowder ihr Kind umgebracht hat, ist bisher nicht klar. Die 26-Jährige soll an einer Depression gelitten haben.

Bist du oder jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Onlineberatung für Frauen (BIF)

Onlineberatung für Männer

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Tel. 147

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