Aktualisiert 19.11.2007 19:01

Kölner Schüler bekamen kalte Füsse

Die beiden Kölner Schüler hatten ihre Pläne für ein Massaker offenbar vor dem Eingreifen der Polizei schon aufgegeben.

Das teilte der Kölner Oberstaatsanwalt Alf Willwacher am Montag der AP mit. Entsprechende Aussagen des festgenommenen 18-Jährigen würden durch Computerdateien und Chat-Protokolle auf den sichergestellten Computern der Jugendlichen bestätigt.

Danach hatte der Ältere der beiden Schüler bereits vor vier Wochen die Pläne für einen Amoklauf aufgegeben. Er habe die Pfeile für die von ihm beschaffte Armbrust zurückgefordert und dem 17-Jährigen sogar die Sehne der Waffe abgekauft. Daraufhin habe auch der Schüler, der inzwischen Selbstmord begangen hat, kalte Füsse bekommen und erklärt, allein werde er das wohl nicht machen, sagte Willwacher.

Die Staatsanwaltschaft verzichtete deshalb darauf, den 18-Jährigen dem Haftrichter vorzuführen. Der Vorwurf der Verabredung zu einem Verbrechen sei vom Tisch, sagte der Anklagevertreter. Stattdessen wurde der Jugendliche mit seinem Einverständnis in eine psychiatrische Klinik gebracht, da eine Suizidgefahr nicht ausgeschlossen wurde. (dapd)

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