Bundesliga: Kölns erster Punkt – HSV stürzt ab
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BundesligaKölns erster Punkt – HSV stürzt ab

Die gebeutelten Kölner erreichen ein 0:0 beim starken Bundesliga-Aufsteiger Hannover. Hamburg ist wieder in einer Negativspirale.

von
fal
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Nullnummer in Niedersachsen: Hannovers Pirmin Schwegler hält den Kölner John Cordoba in Schach. (24. September 2017)

Nullnummer in Niedersachsen: Hannovers Pirmin Schwegler hält den Kölner John Cordoba in Schach. (24. September 2017)

Keystone/Peter Steffen (AP)
Verschiedene Emotionen in Leverkusen: Die Bayer-Spieler freuen sich über drei Tore und den Sieg, während...

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Keystone/Friedemann Vogel
...die Hamburger die Welt nicht mehr verstehen.

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kein Anbieter/Lars Baron/Getty Images

Nach einer deutlichen Leistungssteigerung des Europa-League-Teilnehmers 1. FC Köln nach der Pause reichte es im sechsten Saisonspiel immerhin zum ersten Punkt. Bei zuvor fünf Niederlagen am Stück wären die Kölner im Fall einer weiteren Pleite der Club gewesen, der den schlechtesten Saisonstart in der Geschichte der Bundesliga hingelegt hätte. Mit einem Zähler bleibt das Team von Trainer Peter Stöger aber Tabellenletzter.

Die überraschend stark in die Saison gestarteten Hannoveraner verpassten den vierten Saisonsieg und den Sprung auf den 3. Tabellenplatz, blieben aber im saisonübergreifend achten Heimspiel am Stück ohne Gegentor. Das Team von Trainer André Breitenreiter war vor der Pause drückend überlegen, erst in der zweiten Hälfte spielten auch die Gäste mit und kamen zu guten Gelegenheiten.

Zu viele Chancen vergeben

Die unter Breitenreiter noch ungeschlagenen Niedersachsen begannen dominant und hätten die Partie früh entscheiden können. Ohne den verletzten brasilianischen Neuzugang Jonathas im Sturm war Hannover aber zu grosszügig. Der frühere Düsseldorfer Ihlas Bebou in seinem ersten Spiel von Beginn an (6. Minute) und Niclas Füllkrug (12.) vergaben früh hochkarätige Chancen. Ohne den verletzten Nationalspieler Jonas Hector bekam die Kölner Abwehr immer wieder arge Probleme. Salif Sané köpfte nach einer halben Stunde nur an die Latte.

Im zweiten Durchgang gelang auch den Kölnern die ein oder andere Offensivaktion. Die beste Möglichkeit vergab Yuya Osako, der nach einer guten Stunde an einer hervorragenden Reaktion von Hannovers Keeper Philipp Tschauner scheiterte. Hannover blieb insgesamt aber spielbestimmend und hatte zahlreiche weitere Chancen. Dennoch fiel bis zum Ende kein Tor mehr.

Hamburgs Negativserie

Markus Gisdol ist seit über einem Jahr Coach in Hamburg, die Fortschritte unter ihm sind minimal. Die ultimative Rettung des permanent gefährdeten Dinos rechnen sie dem Schwaben im Norden hoch an. Nach der Erfolgs-Doublette zu Beginn der Meisterschaft wähnte sich der HSV auf dem Weg zur Besserung und irrte sich. In Leverkusen (0:3) fand Gisdols Team in den ersten 45 Minuten nicht statt. Die Zahlen der letzten 360 Bundesliga-Minuten passen zu einem Verein ohne ersichtlichen Plan: ein Torverhältnis von 0:10, null Punkte, Rückfall auf Position 15. Beim Gastgeber spielte Admir Mehmedi 68 Minuten lang mit.

Bundesliga, 6. Runde, Sonntag:Hannover - 1. FC Köln 0:0 47'000 Zuschauer. - Bemerkung: Hannover mit Schwegler (bis 81.).

Bayer Leverkusen - Hamburger SV 3:0 (2:0) 27'601 Zuschauer. - Tore: 20. Volland 1:0. 23. Alario 2:0. 83. Volland 3:0. - Bemerkungen: Leverkusen mit Mehmedi (bis 68.), HSV ohne Janjicic (Ersatz).

Rangliste: 1. Borussia Dortmund 6/16 (19:1). 2. Hoffenheim 6/14 (11:5). 3. Bayern München 6/13 (14:5). 4. Hannover 96 6/12 (6:2). 5. Augsburg 6/11 (8:4). 6. RB Leipzig 6/10 (10:7). 7. Schalke 04 6/9 (7:8). 8. Hertha Berlin 6/8 (6:6). 9. Borussia Mönchengladbach 6/8 (8:11). 10. Bayer Leverkusen 6/7 (12:10). 11. Eintracht Frankfurt 6/7 (4:5). 12. VfB Stuttgart 6/7 (3:7). 13. Wolfsburg 6/6 (5:8). 14. Mainz 05 6/6 (6:10). 15. Hamburger SV 6/6 (4:11). 16. SC Freiburg 6/4 (2:9). 17. Werder Bremen 6/3 (3:7). 18. 1. FC Köln 6/1 (1:13). (fal/sda)

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