Torero an der Seitenlinie: König Gottmars Husarenritt
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Torero an der SeitenlinieKönig Gottmars Husarenritt

Hitzfeld Trainergott, Hitzfeld Fussballgott: Die Fans huldigen dem Schweizer Coach nicht nur mit grossen Sprüchen, sondern mit Pappkartons und Fotomontagen.

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Die Schweiz hat endlich einen König: Ottmar Hitzfeld! Was er anpackt, wird zu Gold. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff in Durban verwandelten Zehntausende Fans die Schweiz in eine rot-weisse Festhütte. Besonders ins Auge stachen zahlreiche lebensgrosse Pappkartons von Othmar Hitzfeld (siehe Bildstrecke). «Ottmar Hitzfeld Trainergott», skandierten die Fans.

Der Jubel verlagert sich nun zusehends ins Internet. Besonders viele Komplimente erhält unser Mann an der Seitenlinie: «Hitzfeld ist ein Trainerfuchs, er hat es allen gezeigt», freuen sich etwa die Leser von welt.de. Er habe aus der Mannschaft alles rausgeholt und gezeigt, dass Fussball auch Kampfsport sein kann. «Hitzfeld heisst nun Gottfeld», jubelt René auf standard.at

Heroischer Hitzfeld

Leser-Reporter Oliver Bachmann kann den Triumph noch immer nicht fassen. Nach dem Spiel hat er sich an den Computer gesetzt und Hitzfeld in einen Torero verwandelt: «Hitzfeld ist ein Held», sagt Bachmann. Wenn es nach den Lesern von 20 Minuten Online geht, hätte der Lörracher schon ein Denkmal auf dem Bundesplatz verdient. «Phänomenal und unverschämt toll, was die Schweizer Nati unter ihrem Trainer leistet», schreibt Willy Sauter.

Die Fotomontage von Oliver Bachmann:

Hitzfeld gibt sich bescheiden

Hitzfeld selbst gibt sich vorerst bescheiden: «Ein Sieg über den Europameister, gleich zum Auftakt der WM, wer hätte das gedacht? Ja, wir haben heute Geschichte geschrieben. Unser erster Sieg über Spanien. Wir sind natürlich sehr glücklich über dieses unerwartete Geschenk. Erreicht ist aber noch nichts. Dieser wichtige Sieg ist wenig wert, wenn wir gegen Chile verlieren. Das wird nochmals sehr schwierig und wir müssen weiter hart arbeiten. Wenn wir gegen die Chilenen bestehen wollen, müssen wir uns nochmals steigern.»

Trotz der Verletzung von Senderos hielt die Schweizer Abwehrfestung 95 Minuten gegen die spanischen Stiere dicht. «Hitzfeld, bitte, bitte, trainiere nie die italienische Nationalmannschaft», schreibt ein deutscher Leser vielsagend.

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