Aktualisiert 16.03.2006 21:55

Königspython als «Geisel» genommen

Riesenwirbel um eine Königspython: Ein Barbetreiber wollte die Schlange seines Ex-Angestellten als Pfand behalten. Der Zoff artete dermassen aus, dass die Polizei eingreifen musste.

«Weil ich erst im Mai in eine grössere Wohnung ziehe, hatte ich die Schlange an meinem Arbeitsplatz in der Bar deponiert», sagt Roger Lehmann. Das Reptil sei dort gut aufgehoben gewesen. Doch dann zerstritten sich Lehmann und der Barbetreiber, das Arbeitsverhältnis wurde gekündigt.

Als Lehmann seine Schlange am letzten Wochenende abholen wollte, weigerte sich der Barbetreiber, das Tier herauszugeben. «Das konnte ich nicht akzeptieren – schliesslich ist das meine Schlange», sagt Lehmann. Es kam zu einem lautstarken Streit um den Königspython.

Die Polizei wurde eingeschaltet. Die Patrouille fand eine verzwickte Situation vor, denn der Barbetreiber wollte die Schlange nicht herausrücken. Weil der Besitzer ihm noch Geld schulde, wollte er sie als «Geisel» behalten.

«Unsere Leute haben zwischen den Parteien vermittelt», sagt Franziska Frey von der Stapo Bern. «Schliesslich waren alle Beteiligten damit einverstanden, dass die Schlange in die Obhut eines Dritten kam.» So nahm alles doch noch ein gutes Ende: Die Schlange wurde in Wärmebeutel eingepackt und im Taxi zu ihrem neuen Zuhause gefahren.

Andrea Abbühl

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