09.03.2019 09:42

Südafrika

«Können Mädchen Präsident werden?»

In einem bunten Brief stellt die junge Daisy dem Präsidenten Südafrikas ein paar gute Fragen. Cyril Ramaphosa reagiert gerührt und schlägt ein Treffen vor.

von
mat
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Es passiert nicht jeden Tag, dass ein Politiker einen solchen Brief in seiner Korrespondenz findet. Schon rein optisch sticht das mit Zeichnungen und bunten Grossbuchstaben verzierte Schriftstück aus dem Posteingang heraus.

Es passiert nicht jeden Tag, dass ein Politiker einen solchen Brief in seiner Korrespondenz findet. Schon rein optisch sticht das mit Zeichnungen und bunten Grossbuchstaben verzierte Schriftstück aus dem Posteingang heraus.

Cyril Ramaphosa
Cyril Ramaphosa, Südafrikas Präsident und Empfänger des Briefes, war vor allem vom Inhalt berührt.

Cyril Ramaphosa, Südafrikas Präsident und Empfänger des Briefes, war vor allem vom Inhalt berührt.

AP/Rodger Bosch
Geschrieben hat den Brief eine gewisse Daisy aus East London. Ihrer Schrift nach zu urteilen dürfte das Mädchen aus dem südafrikanischen Ostkap keine zehn Jahre alt sein. Der Präsident reagierte mit einer offiziellen Antwort.

Geschrieben hat den Brief eine gewisse Daisy aus East London. Ihrer Schrift nach zu urteilen dürfte das Mädchen aus dem südafrikanischen Ostkap keine zehn Jahre alt sein. Der Präsident reagierte mit einer offiziellen Antwort.

Cyril Ramaphosa

Es passiert nicht jeden Tag, dass ein Politiker einen solchen Brief in seiner Korrespondenz findet. Schon rein optisch sticht das mit Zeichnungen und bunten Grossbuchstaben verzierte Schriftstück aus dem Posteingang heraus. Doch ist Cyril Ramaphosa, Südafrikas Präsident und Empfänger des Briefes, vor allem vom Inhalt berührt.

Geschrieben hat den Brief eine gewisse Daisy aus East London. Ihrer Schrift nach zu urteilen dürfte das Mädchen aus dem südafrikanischen Ostkap keine zehn Jahre alt sein. Sie drückt dem südafrikanischen Präsidenten ihre Bewunderung aus und nennt ihn ihre Inspiration. Auch sie wolle eines Tages Präsidentin werden. Dazu hat sie aber noch ein paar Fragen: «Wie schwierig ist es, die Welt zu regieren?», «Warst du mit Nelson Mandela befreundet?», «Wie viele Stimmen braucht man?» und vor allem: «Können Mädchen Präsident werden?»

Persönlicher Antwortbrief

Das Lob, die Fragen und der Berufswunsch von Daisy haben Cyril Ramaphosa so sehr beeindruckt, dass er den Brief umgehend veröffentlichte – und mit einem Tweet und einem persönlichen Antwortbrief reagierte.

Der Präsident lobte den Optimismus des Mädchens und schrieb, dass sie ihn in seinem Glauben an die «Unbezwingbarkeit des menschlichen Geistes» bestärke. In seinem Brief beantwortete Ramaphosa zudem Daisys dringendste Frage, ob Mädchen auch Präsident werden können, mit einem klaren Ja. Er rät dem Mädchen, fleissig zu lernen und immer daran zu denken, dass Ausbildung der Schlüssel zum Erfolg sei.

Sogar ein Treffen schlägt der 67-Jährige, der seit rund einem Jahr Präsident Südafrikas ist, vor. Wenn er das nächste Mal am Ostkap sei, würde er das Mädchen gern nach der Schule treffen. Er möchte wissen, was Daisy als Erstes ändern würde, wenn sie eines Tages Präsidentin wäre. Und er verspricht ihr: «Ich würde ganz bestimmt für dich stimmen, Daisy.»

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