Hardwaretest: Können wir das neue Macbook innerhalb 24 Stunden bodigen?

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HardwaretestKönnen wir das neue Macbook innerhalb 24 Stunden bodigen?

Schneller, schlanker, ausdauernder: Apple hat das Macbook Air mit M2-Prozessor vorgestellt. Der Akku des Notebooks soll besonders lange mitmachen – das haben wir natürlich getestet. 

von
Tobias Bolzern
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14.49 Uhr: Die Batterie ist vollständig geladen. Wie sieht es wohl in 24 Stunden aus?

14.49 Uhr: Die Batterie ist vollständig geladen. Wie sieht es wohl in 24 Stunden aus?

20M

Darum gehts

  • Apple veröffentlicht am 15. Juli 22 das Macbook Air M2. 

  • 20 Minuten konnte das Gerät schon vorab ausprobieren. 

  • Im Fokus des Tests stand dabei die lange Akkulaufzeit.

Es ist ein wahres Batteriewunder: Apples neues Macbook Air hat uns bei der Mission, die Anzeige von 100 auf 0 zu bringen, fast an die Grenzen gebracht. Die Eckdaten zum Versuch waren schnell definiert. Wir wollen das Macbook Air mit M2-Prozessor innerhalb von 24 Stunden auspowern. Die Chronologie.

13.13 Uhr
Es klingelt an der Tür. Ein Kurier bringt das verpackte Macbook, während es in der Pfanne brutzelt. Prioritäten. Das Macbook muss sich gedulden.

13.38 Uhr
Es wird ausgepackt. Unser Testmodell hat die Farbe Midnight. Eine Mischung aus Dunkelgrau mit Blautönen. Unter der Haube stecken der neue M2-Chip (10 Core GPU), 8 GB RAM und insgesamt 500 GB Speicherplatz.

13.43 Uhr
So schön das Modell Midnight ist. Bereits nach Sekunden hat es erste Flecken auf der Rückseite vom Anfassen. Es wird nicht einfach werden, das Gerät sauber zu halten. 

13.50 Uhr
Batteriecheck: 80 Prozent. Damit wir unseren Test machen können, muss das Gerät also erst an die Steckdose.

14.48 Uhr
Voll! 100 Prozent. Heute kommt das Gerät zum Einsatz für die gedruckte Ausgabe von 20 Minuten. Die Tools, die wir dazu benötigen, laufen allesamt im Browser. Wie wird der Akkustand wohl in acht Stunden aussehen?

15.48 Uhr
Eine Stunde stand das Macbook im Einsatz. Akkustand: 99 Prozent. Krass. 

16.48 Uhr
92 Prozent. Es geht etwas schneller voran. 

19.40 Uhr
Einmal Kafi, bitte. Danach kurz den Mauszeiger gesucht. Wo er steckte? Hinter dem schwarzen Sensorbalken in der Mitte des oberen Bildschirmrandes. Dieser sorgte bei vielen für Irritationen oder gar Empörung. Dabei stört er im Alltag kaum. Sicher weniger als bei einem iPhone. Es ist das erste Mal, dass uns der Balken wirklich auffällt.

23.15 Uhr
Done. Die Zeitung ist fertig, die letzte Seite in der Druckerei. Nach acht Stunden und knapp 20 Minuten ist die Batterie noch zur Hälfte voll. Wir haben dabei bei mittlerer Bildschirmhelligkeit seit 15 Uhr gearbeitet. Dabei ging das Display genau zwei Mal für 30 Sekunden in den Ruhezustand.

23.20 Uhr
Wir gehen ebenfalls in den Ruhezustand und klappen den Deckel des Notebooks zu.

9.25 Uhr
Spät dran. Zurück im Büro. Akkustand: 47 Prozent. Bei regulärer Nutzung wird es wohl schwierig, den Akku bis um 15 Uhr zu killen. Die Zeit rennt. Zudem: Bei Tageslicht zeigt sich noch deutlicher, dass das Modell Midnight ein Magnet für Finger- und Abdrücke jeglicher Art ist. 

9.43 Uhr
Ich zweifle langsam daran, dass wir den Akku innerhalb von 24 Stunden leeren können – vor allem bei leichter Nutzung. Wir müssen wohl schwerere Geschütze auffahren. Erst aber einmal etwas Tippen – und ein Meeting – ohne Notebook.

11 Uhr
Wir wollen den M2 fordern. Gelobt hat Apple die Gaming-Performance der neuen Maschinen. Wir stellen mit Freuden fest, dass Steam im Firmennetzwerk nicht gesperrt ist. Darum stellt sich selbstverständlich die Frage: Kann man damit gamen?

11.10 Uhr 
Wir installieren «Baldurs Gate 3». Ein Spiel, das Apple bei der Präsentation des Macbook Air gezeigt hat. Das wird eine Weile dauern, eine lange Weile. Genauer: fünf Stunden. Bis 15 Uhr dürfte das also knapp werden.

12.16 Uhr
In der Zwischenzeit haben wir diese Chronologie hier geschrieben. Steam zeigt eine Restzeit von vier Stunden an. Als Überbrückung schmeissen wir in der Mittagspause Apple Arcade mit «Samorost 3» an – ein kosmisches Abenteuergame. Es läuft absolut flüssig, so wie bisher alles andere, das wir auf dem Gerät ausprobiert haben.

«Samorost 3»

«Samorost 3»

Amanita Design

12.20 Uhr 
Wir kitzeln den Chip etwas mit einem Benchmark. Dabei schneidet dieser – wenig überraschend – besser ab, als der Vorgänger. Dabei wird das Macbook auf der Unterseite ganz schön heiss. Nutzt man es als Laptop, wäre es nun wohl effektiv unangenehm.

12.30 Uhr
28 Prozent. Die Rechnerei zeigt ihre Wirkung. Wir schrauben die Bildschirmhelligkeit weiter nach oben und lassen bei Youtube ein Video über die Funktionsweise von Klimaanlagen laufen. Ja, es ist heiss. Die Video- und vor allem die Audioqualität des Macbooks sind ausgezeichnet, das Display ist etwas grösser und auch heller als beim Vorgänger. Mittlerweile haben wir den Download von «Baldurs Gate» abgebrochen. Es dauert zu lange.

13.45 Uhr
Nach einem längeren Meeting via Google zeigt die Batterieanzeige noch 17 Prozent an. Eine Stunde bleibt.

14.20 Uhr
Es ist passiert. Die Statusanzeige des Akkus ist rot – die Energie wird weniger. Zehn Prozent sind übrig. 

14.50 Uhr
24 Stunden sind vergangen. Wohl nicht ganz 15 Stunden davon haben wir das Gerät genutzt. Und können dabei immer noch diese Zeilen schreiben. Denn es verbleiben noch vier Prozent. Das ist beeindruckend. 

Fazit
Das Macbook Air M2 ist aktuell wohl das ausdauerndste Notebook auf dem Markt. Wer in erster Linie ein Notebook mit langer Laufzeit sucht – und sich in Apples Universum wohlfühlt –, wird damit auf jeden Fall glücklich werden. Die meisten Nutzerinnen und Nutzer werden das Gerät wohl über einen Zeitraum von rund zwei Tagen nutzen können, bevor es wieder an die Steckdose muss. Wer den Chip etwas mehr fordert, etwa beim Rendern von Videos, wird allerdings die Batterie deutlich schneller entleeren. Zusätzlich gibt es noch einen Stromsparmodus und Optionen, um das Video-Streaming bei Batteriebetrieb zu optimieren. Beide waren in unserem Test deaktiviert. 

Und wie schnell geht es im Übrigen in die andere Richtung? In 30 Minuten war das Gerät von 0 auf 30 Prozent geladen. Dies mit dem 35-Watt-Aufladegerät mit zwei USB-C-Buchsen. Beim Kauf kann man auch einen Charger mit 67 Watt wählen. Damit geht das Laden dann schneller. Und Gamen? Ja, auch das hat bei unserem Modell funktioniert. «Baldurs Gate 3» lief mit den Einstellungen auf «Hoch» ohne Ruckeln mit akzeptabler Framerate.

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