Krypto, Aktien, NFTs und Co.: Können wir Finanz-Influencern wirklich trauen?

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Krypto, Aktien, NFTs und Co.Können wir Finanz-Influencern wirklich trauen?

Vermehrt sind die sozialen Medien für junge und digital interessierte Personen die erste Anlaufstelle, um Informationen über diverse Themen wie auch über Finanzen zu sammeln. Eine aktuelle Studie zeigt, wie hoch das Vertrauen in diese «Finfluencerinnen» und «Finfluencer» tatsächlich ist. 

von
Antonia Stickdorn
Vor allem junge Menschen suchen Informationen zum Thema Finanzen auf Social Media und folgen auch Influencerinnen und Influencern, die sich dem Thema angenommen haben.

Vor allem junge Menschen suchen Informationen zum Thema Finanzen auf Social Media und folgen auch Influencerinnen und Influencern, die sich dem Thema angenommen haben.

Unsplash / John Schnobrich

Darum gehts

  • Influencerinnen und Influencer beeinflussen Social-Media-Userinnen und -User durch Empfehlungen und aufklärende Informationen in ihrem Entscheidungsfindungsprozess.

  • Vermehrt klären Finanz-Influencerinnen und -Influencer über Aktien, Kryptowährungen, aber auch über Versicherungen und Altersvorsorge auf.

  • Eine aktuelle Studie zeigt, wie viele Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzer den Empfehlungen der «Finfluencerinnen» und «Finfluencer» wirklich trauen.

Dass Influencerinnen und Influencer die Nutzerinnen und Nutzer von Social-Media-Plattformen beeinflussen können, ist nichts Neues. Wie gross dieser Effekt ist und wie viele Personen diesen Empfehlungen und Tipps und Tricks wirklich trauen, hat eine im Frühjahr erschienene Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen herausgefunden. 

So ist das Vertrauen in die Inhalte dieser Social-Media-Persönlichkeiten bei den jüngeren Zielgruppen deutlich höher als bei den älteren. Es vertraut mehr als die Hälfte der Generation Z Influencerinnen und Influencern und über 70 Prozent eben dieser Generation lassen sich auch von Influencer-Werbung beeinflussen. In den Generationen 50 plus ist es jeweils gerade mal ein Viertel der Befragten. 

Wie sehr trauen wir «Finfluencern»?

In den letzten Jahren haben sich vermehrt auch Finanzinteressierte in den sozialen Medien positionieren können, die ihren Senf zu Themen wie Kryptowährungen, Aktien, aber auch Altersvorsorge dazugeben. Besonders in den letzten Jahren ist das Interesse an diesen Themen vor allem auch bei jungen Menschen gewachsen, denn in Zeiten unsicherer Pensionen wird die Auseinandersetzung mit der privaten Vorsorge immer wichtiger.

Nun hat sich eine aktuelle Studie von Yougov dem Thema Finanzen auf Social Media verstärkt gewidmet. Im Auftrag des Finanzinstituts Younited wurden die Teilnehmenden unter anderem zu ihrem Vertrauen in Finanz-Influencerinnen und -Influencer befragt. 65 Prozent der Befragten gaben demnach an, kaum oder gar kein Vertrauen in die Empfehlungen der Social-Media-Persönlichkeiten zu haben. Lediglich 20 Prozent konnten sich überhaupt vorstellen, dass Social Media eine Rolle in ihrem finanziellen Entscheidungsprozess spielen könnte.

Für die Befragten seien eine fehlende berufliche Ausbildung im finanziellen Bereich sowie eine potenzielle Abhängigkeit durch kommerzielle Interessen der Grund für das geringe Vertrauen. 

Social Media ist eine der wichtigsten Informationsquellen

Dennoch ist Social Media eine der ersten Anlaufstellen, um sich über Gesundheits- und Finanzthemen zu informieren. Die Yougov-Studie fand heraus, dass 37 Prozent der Millennials Antworten auf Finanzfragen auf Social Media suchen. Bei der Generation Z folgt sogar fast die Hälfte der Befragten «Finfluencerinnen» und «Finfluencern». Auch in der Schweiz gibt es solche Influencerinnen und Influencer, die ihre Communitys in Sachen Finanzen aufklären wollen. Einige von ihnen haben fachliche Hintergründe. 

In der Schweiz betreibt der Finanzplaner «Finanzfabio» einen Finanzblog, auf dem er über die Altersvorsorge, ETF-Strategien und auch über die Basics finanzieller Bildung schreibt. Neben seinem Blog und seinen Instagram-Accounts betreibt er zudem einen gleichnamigen Podcast, der vor allem Gespräche mit Personen aus der Finanzbranche bietet. 

Dem Thema Finanzen und Frauen widmen sich immer mehr Blogs, Netzwerke und Social-Media-Persönlichkeiten. Angela Mygind, alias «Miss Finance», ist Finanzbloggerin und Podcasterin und klärt Frauen über die Themen Anlegen, Investieren, Vorsorgen und Sparen auf. Ihr Ansatz ist es, wichtige Informationen leicht verständlich zu verpacken, und sie teilt auch in der Sonntagsausgabe des «Tages-Anzeigers» Informationen rund um das Thema Geld. 

«Finfluencer» mit Reichweite

In Deutschland haben die Finanz-Influencerinnen und -Influencer zum Teil grosse Reichweiten. Beim Thema Frauen und Finanzen hat sich Natascha Wegelin, alias «Madame Moneypenny», einen Namen gemacht. Sie liefert ihren 173 Tausend Followerinnen und Followern mehrmals täglich verschiedenste Inhalte. 

Und auch zu lachen soll es geben. Unter dem Namen «Papas Kreditkarte» teilt ein 23-jähriger Student Finanz-Memes mit seiner knapp 75 Tausend Personen starken Community. 

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Picstars ist die führende Anbieterin für kreatives, zeitgeistiges und datengesteuertes Influencer-Marketing in der Schweiz. Die 2014 gegründete Agentur, mit Sitz in Zürich und Berlin, findet den «Perfect Match» zwischen Kunden*innen, Kampagnen und Influencer*innen und kreiert inspirierendes Storytelling für eine authentische Markenkommunikation. picstars.com

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