Schweizer Kandidaten stehen fest: Können Zibbz die ESC-Misere beenden?
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Schweizer Kandidaten stehen festKönnen Zibbz die ESC-Misere beenden?

Die Entscheidung ist gefallen: Zibbz werden die Schweiz am 63. Eurovision Song Contest vertreten. Die Geschwister überzeugten bei der Selektions-Show vor allem mit ihrer Bühnenpräsenz.

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Der Moment der Entscheidung: Das Geschwister-Duo Zibbz, bestehend aus Ste und Co Gfeller, hat die Schweizer ESC-Vorausscheidung gewonnen. (Video: SRF/Tamedia)

Sechs Acts sind angetreten, nur einer konnte gewinnen. Um 21.48 Uhr stand die Entscheidung fest: Zibbz werden in der ersten Mai-Woche für die Schweiz am Eurovision Song Contest in Lissabon auf der Bühne stehen. Bis zur Bekanntgabe des Resultats musste das Geschwister-Duo zusammen mit ihren Kontrahenten Angie Ott (27), Naeman (23), Chiara Dubey (24), Alejandro Reyes (25) und Vanessa Iraci (31) hinter der Bühne des Studio 1 im Leutschenbach noch ein paar Minuten lang bibbern – das Abstimmungsverfahren zog sich in die Länge.

Dann verkündete Sven Epiney (46), wer sich durchgesetzt hat: Zibbz aus Gisikon LU mit ihrem Pop-Wummer «Stones». Die Voten der 20-köpfigen, internationalen Fachjury und der TV-Zuschauer wurden dabei zu je 50 Prozent gewichtet.

«Wir müssen ein Wörterbuch kaufen»

«Wir könnens noch nicht ganz glauben», sagte Sängerin Co Gfeller nach dem Sieg. «Jetzt müssen wir ein portugiesisches Wörterbuch kaufen gehen morgen.» Ihr Bruder Ste steckt das Ziel klar ab: «Wir wollen ins Finale.» Vorher würden sie aber nochmal zurück in ihre Wahlheimat Los Angeles reisen – um zu proben und ihre Liebsten zu sehen.

In der rund 100-minütigen Live-Show, die von Epiney viersprachig angesagt wurde und schnörkellos über die Bühne ging, lieferten alle sechs Kandidaten Auftritte ohne Patzer ab. Mit Zibbz und «Stones» gewann letztlich der Song mit der meisten Power – und die Band mit dem überzeugendsten Auftritt.

«Zeit, das Ding wieder mal zu rocken»

Zum Schluss war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Zibbz und dem Lausanner Alejandro Reyes («Compass»), die als Favoriten in die Selektionsshow gegangen waren. Die Geschwister gewannen dann mit 153 Punkten zu 120.

Fest steht auch schon der Termin des ersten Schweizer Auftritts: Zibbz treten im ersten Halbfinal am 8. Mai an – unter anderem gegen die Vertreter des Rekordsiegers Irland. Hoffentlich bleibt es nicht bei einen Auftritt. Die Chancen sind intakt. In Epineys Worten: «Höchste Zeit, das Ding wieder mal zu rocken.»

Die Bilanz der vergangenen ESC-Teilnahmen ist für die Schweizer Kandidaten ernüchternd: Seit DJ Bobos Vorrunden-Flop im Jahr 2007 haben es in den letzten 10 Jahren mit Anna Rossinelli (2011) und Sebalter (2014) nur zwei Acts ins Finale geschafft, wo beide dann allerdings bei der Entscheidung um den Titel keine Rolle mehr spielen konnten. Der letzte Sieg ist genau 30 Jahre her: Damals gewann die Kanadierin Céline Dion mit «Ne partez pas sans moi».

In der Bildstrecke sehen Sie die sechs angetretenen Acts noch einmal in der Übersicht.

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Chiara Dubey (24) aus Ronco sopra Ascona TI mit «Secrets And Lies»Persönlich: Chiara Dubey ist Tessinerin mit indischen Wurzeln, sie lebt aber seit mehreren Jahren in Zürich, wo sie ihren Bachelor an der Musikhochschule macht.

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Laila Pozzo
Warum ist sie die perfekte Schweizer Kandidatin? «Die Schweiz ist meine Heimat, hier fühle ich mich zu Hause und sicher. Kein anderer Ort auf der Welt kann die gleiche Bedeutung haben.»Klingt wie: Maria Mena und A Fine Frenzy Chiara Dubey – «Secrets And Lies»

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Laila Pozzo
Zibbz aus Gisikon LU mit «Stones»Persönlich: Die Geschwister Corinne Gfeller (32) und Stefan Gfeller (30) machen seit Jahren zusammen Musik. Mit ihrem energetischen Sound begeistern sie das Publikum an ihrem Wahlwohnsitz Los Angeles oder in der Schweiz.

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