Aktualisiert 16.06.2019 18:31

Deutsche nörgeln über SRF-Krimi

«Könnte der schlechteste ‹Tatort› der Saison sein»

Am Sonntagabend läuft der zweitletzte Luzerner «Tatort» mit dem Titel «Ausgezählt». Deutsche Kritiker Medien kann er – wie so oft – nicht überzeugen.

Zwei Boxerinnen, ein Mord und eine Entführung: Das sind die Zutaten des zweitletzten Luzerner «Tatort» vor der TV-Pension des Ermittler-Duos Liz Ritschard (Delia Meyer, 51) und Reto Flückiger (Stefan Gubser, 61). Und die schmecken deutschen Krimi-Kritikern nicht so wirklich.

Als «eigentlich vielversprechend» bezeichnet SWR3.de im Review die Handlung des 15. Luzerner «Tatort»: Die mit Doping vollgepumpte Boxerin Martina (Tabea Buser, 26) will nach dem Tod ihrer Ring-Konkurrentin mit dem Sport aufhören. Ihr geldgieriger Manager möchte das aber verhindern und entführt sie kurzerhand.

«Man glaubt, man sei im falschen Film»

Spiegel.de schreibt, dass die Folge «derart konstruiert daherkommt, dass die Glaubwürdigkeit schnell auf die Matte geht». Bei SWR3.de klingts ähnlich; dass «die Ermittler es trotz des drohenden Todes der verschollenen Martina nicht richtig eilig haben» und stattdessen Freunde treffen, dafür hat man dort kein Verständnis.

«Man glaubt, man sei im falschen Film», meint die «Frankfurter Rundschau» dazu. Auch die Dialoge werden stark kritisiert. «Sie haben die Originalität und Gedankentiefe eines Groschenromans», heisst es bei der «Frankfurter Rundschau».

Als «hölzern» beschreibt sie SWR3.de. Sich wiederholende Sätze, gar Floskeln, wie «sie müssen meine Tochter finden», «die Zeit läuft» oder «wir müssen jetzt wirklich Vollgas geben» kommen bei den Kritikern im Nachbarland nicht gut an.

«Dermassen langweilig»

Laut diesen Reviews ging die «Tatort»-Episode mit dem Titel «Ausgezählt» in Sachen Spannung schnell k.o. «Sie haben es geschafft, aus einer Geschichte mit einem Countdown, bei der es um Leben und Tod geht, etwas dermassen langweiliges zu machen», so das Fazit auf SWR3.de.

Die «Frankfurter Rundschau» geht sogar soweit, dass sie im Artikeltitel schreibt: «Das könnte eine der schlechtesten ‹Tatort›-Folgen der Saison sein.» Autsch. (20 Minuten)

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