15 Fakten : Körpereigenes Cannabis macht Spermien scharf

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15 Fakten Körpereigenes Cannabis macht Spermien scharf

Forscher haben bei Spermien einen Cannabinoid-Rezeptor entdeckt. Erst wenn dieser den Genitaltrakt der Frau berührt, werden die Samenzellen befruchtungsfähig.

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Spermien besitzen einen Cannabinoid-Rezeptor. Ums Highwerden, geht es ihnen nicht. Vielmehr sorgt er laut Bochumer Forschern dafür, dass die Spermien im Genitaltrakt der Frau ihre Kopfhülle abwerfen und so überhaupt befruchtungsfähig werden: «Sie schalten die Samenzellen scharf.» Das ist jedoch nicht das einzige Spannende, wie die nächsten Bilder beweisen.

Spermien besitzen einen Cannabinoid-Rezeptor. Ums Highwerden, geht es ihnen nicht. Vielmehr sorgt er laut Bochumer Forschern dafür, dass die Spermien im Genitaltrakt der Frau ihre Kopfhülle abwerfen und so überhaupt befruchtungsfähig werden: «Sie schalten die Samenzellen scharf.» Das ist jedoch nicht das einzige Spannende, wie die nächsten Bilder beweisen.

iStock/Koya79
1. Fakt: Sperma besteht zu 91,8 Prozent aus Wasser. Weiter enthält es Proteine, Enzyme, Elektrolyte, verschiedene Hormone und Pheromone sowie Zink, Magnesium und Calcium. Es ist mit einem pH-Wert zwischen 7 und 7,8 leicht basisch, was die Samenzellen vor der sauren Umgebung der Vagina schützt.

1. Fakt: Sperma besteht zu 91,8 Prozent aus Wasser. Weiter enthält es Proteine, Enzyme, Elektrolyte, verschiedene Hormone und Pheromone sowie Zink, Magnesium und Calcium. Es ist mit einem pH-Wert zwischen 7 und 7,8 leicht basisch, was die Samenzellen vor der sauren Umgebung der Vagina schützt.

/iStock/AnnekeDeBlok
2. Fakt: Nicht zu verwechseln sind Sperma und Lusttropfen. Bei Letzterem handelt es sich um ein Sekret, das dazu dient, Urin-Reste in der Harnröhre zu neutralisieren und die Gleitfähigkeit der Eichel zu verbessern. Dennoch können in ihm Spermien enthalten sein. Heisst: Eine Frau kann dadurch bereits schwanger werden.

2. Fakt: Nicht zu verwechseln sind Sperma und Lusttropfen. Bei Letzterem handelt es sich um ein Sekret, das dazu dient, Urin-Reste in der Harnröhre zu neutralisieren und die Gleitfähigkeit der Eichel zu verbessern. Dennoch können in ihm Spermien enthalten sein. Heisst: Eine Frau kann dadurch bereits schwanger werden.

Colourbox.com

Die Spermien des Mannes haben es nicht leicht: Nur wenige hundert von anfangs mehreren Millionen schaffen es, die Reise durch den Genitaltrakt der Frau bis hin zur Eizelle zu überstehen. Schliesslich müssen sie dabei gleich mehrere Hindernisse überwinden (siehe Bildstrecke).

Ganz ohne Hilfsmittel schaffen es aber auch die fittesten Spermien nicht, wie Forscher um Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum in den «Scientific Reports» schreiben.

Rezeptor für körpereigenes Cannabis

Entdeckt wurde diese bisher unbekannte Funktionsweise der Spermien, als die Forscher die chemischen Rezeptoren menschlicher Spermien genauer unter die Lupe nahmen.

Dabei erkannten sie nicht nur, dass jede einzelne Samenzelle über mindestens 60 Riechrezeptoren und 223 weitere chemische Andockstellen verfügt, sondern auch, dass einer dieser Rezeptoren – GPR18 – auf die körpereigene Fettsäure NAGly reagiert, die zum Cannabinoidsystem, einem Teil des menschlichen Nervensystems, gehört.

Notwendig für die Befruchtung

Diese auf den ersten Blick seltsame Verbindung lässt sich dadurch erklären, dass körpereigene Cannabinoide sowohl im männlichen und im weiblichen Genitaltrakt vorkommen, wie die Hochschule mitteilt. Studien legten nahe, dass ihre Konzentration bei der Frau an den fruchtbaren Tagen erhöht ist.

Kommt das Spermium im Genitaltrakt der Frau mit dem Cannabinoid NAGly in Kontakt, wird es aktiv und die sogenannte Akrosomenreaktion wird eingeleitet. Dabei verändert das Spermium seine Oberfläche und verbindet sich mit der Hülle der Eizelle. Diese Reaktion stellt sicher, dass die Spermien erst kurz vor ihrem Ziel die Hülle abwerfen und befruchtungsbereit sind. «Das Cannabinoid schaltet die Spermien gewissermassen scharf», so Hatts Fazit.

Weitere spannende Fakten zu Sperma finden Sie in der obigen Bildstrecke.

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