Aktualisiert 04.05.2018 04:34

«Mein ganzes Leben war eine Lüge»

Köttbullar kommen gar nicht aus Schweden

Zu einem Besuch bei Ikea gehören sie dazu: die Fleischbällchen Köttbullar. Eine schwedische Spezialität sind sie allerdings nicht.

von
scl/heute.at
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Sie gehören zum Ikea-Besuch dazu: die Köttbullar. Nun lüftete Schweden per Twitter ein gut gehütetes Geheimnis.

Sie gehören zum Ikea-Besuch dazu: die Köttbullar. Nun lüftete Schweden per Twitter ein gut gehütetes Geheimnis.

Twitter
Die kleinen Fleischbällchen des schwedischen Möbelhauses stammen ursprünglich gar nicht aus Schweden selbst.

Die kleinen Fleischbällchen des schwedischen Möbelhauses stammen ursprünglich gar nicht aus Schweden selbst.

Keystone/AP/Johannes Cleris
Das Rezept für Köttbullar kommt aus der Türkei und wurde im 18. Jahrhundert von König Charles XII mit nach Schweden gebracht.

Das Rezept für Köttbullar kommt aus der Türkei und wurde im 18. Jahrhundert von König Charles XII mit nach Schweden gebracht.

Keystone/Marcel Antonisse

Die offizielle Twitter-Seite von Schweden hat vor einigen Tagen ein gut gehütetes Geheimnis gelüftet. «Sweden.se» zwitscherte ein Foto, das die beliebten Fleischbällchen Köttbullar zeigt. Dazu stand geschrieben: «Schwedische Fleischbällchen basieren auf einem Rezept, das König Charles XII von einem Besuch in der Türkei Anfang des 18. Jahrhunderts mitgebracht hat. Bleiben wir bei den Fakten.»

Damit hat wohl keiner gerechnet. Schon gar nicht, nachdem das schwedische Möbelhaus Ikea so oft und gerne mit der Spezialität wirbt. Für viele Ikea-Besucher sind Köttbullar nach dem Shopping quasi die Kür nach der Pflicht.

Geständnis sorgt für Aufregung

Weshalb Schweden ausgerechnet jetzt damit herausplatzt, ist nicht klar. Bereits klar ist allerdings, dass das Geständnis für Aufregung sorgt. So wurde der Tweet vom Samstag tausendfach kommentiert.

Viele nehmen das plötzliche Geständnis mit Humor. Ein User meint etwa: «Wir sind gewillt das zu vergessen, wenn ihr uns dafür Zlatan Ibrahimovi überlasst.» Und ein anderer schreibt mit einem Augenzwinkern: «Mein ganzes Leben war eine Lüge...»

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