Aktualisiert 20.07.2017 11:57

HamburgKokain im Wert von 800 Millionen Euro entdeckt

Im Hamburger Hafen wurden mehrere Tonnen Rauschgift sichergestellt. Es ist vom «grössten Aufgriff», der in Deutschland je gemacht wurde, die Rede.

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woz
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«Wir haben dem Markt einen Schlag versetzen können»: Der Hamburger Zoll hat den Drogenfund an einer Pressekonferenz präsentiert. (20. Juli 2017)

«Wir haben dem Markt einen Schlag versetzen können»: Der Hamburger Zoll hat den Drogenfund an einer Pressekonferenz präsentiert. (20. Juli 2017)

AFP
Das Rauschgift aus Südamerika hat laut Behörden einen Strassenverkaufswert von etwa 800 Millionen Euro.

Das Rauschgift aus Südamerika hat laut Behörden einen Strassenverkaufswert von etwa 800 Millionen Euro.

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Es sollte noch im Laufe des Donnerstags an einem geheimen Ort verbrannt werden, wie ein Sprecher der Generalzolldirektion Hamburg sagte.

Es sollte noch im Laufe des Donnerstags an einem geheimen Ort verbrannt werden, wie ein Sprecher der Generalzolldirektion Hamburg sagte.

Keystone

Der Hamburger Zoll hat einen Rekordfund von 3,8 Tonnen Kokain präsentiert. Das Rauschgift aus Südamerika hat laut Behörden einen Strassenverkaufswert von etwa 800 Millionen Euro. Es sollte noch im Laufe des Donnerstags an einem geheimen Ort verbrannt werden, wie ein Sprecher der Generalzolldirektion Hamburg sagte.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen präsentierten die Beamten das Rauschgift am Donnerstag in einer Bundeswehrkaserne in Hamburg: Die in buntes Plastik eingeschweissten Kokainpäckchen lagen in hohen Stapeln auf Holzpaletten. Schwer bewaffnete Spezialkräfte des Zolls bewachten das Rauschgift während der Pressekonferenz.

«Wir haben dem Markt einen Schlag versetzen können»

Das Kokain, das einen Reinheitsgehalt von 85 bis 90 Prozent habe, war im Hamburger Hafen bei drei Aktionen im Frühjahr beschlagnahmt worden. Der Staatssekretär im Finanzministerium, Werner Gatzer, sagte: «Wir haben dem Markt einen Schlag versetzen können.» Er sprach vom «grössten Aufgriff, den wir in Deutschland gehabt haben».

Das Kokain wurde den Angaben zufolge in Containern mit Futtermitteln beziehungsweise Holzkohle gefunden. Sie stammten aus Paraguay und Uruguay und sollten über Deutschland nach Belgien gebracht werden, hiess es.

Einen Drogenfund von mehreren Tonnen hatten Fahnder in Deutschland bislang noch nicht gemacht. Im April hatte die Polizei in Leverkusen 384 Kilogramm Kokain in der Bananenreiferei eines Grosshändlers sichergestellt. Die 26 Bananenkisten aus Ecuador sollen vom Hamburger Hafen mit einem Lastwagen nach Leverkusen gebracht worden sein. (woz/sda)

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