Kokainsüchtiger Beamter stiehlt Ausweise für Albaner
Aktualisiert

Kokainsüchtiger Beamter stiehlt Ausweise für Albaner

Ein Ex-Angestellter der kantonalen Einwohnerkontrolle Genfs hat über 600 Blanko-Ausweise gestohlen. Nun sitzt der junge Schweizer im Gefängnis.

Der Mann, der auch in den Kokain-Handel verwickelt ist, hatte die Ausweise albanischen Kriminellen übergeben. Am 9. Juni wurde er verhaftet. Letzte Woche wurde die Haft um drei Monate verlängert, bestätigte sein Anwalt Grégoire Rey einen Bericht der Tageszeitung «Tribune de Genève».

Ihm werden Diebstahl, Urkundenfälschung und Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Der Mann hatte drei Jahre für die Einwohnerkontrolle gearbeitet, bevor er Ende 2006 entlassen wurde. Zwei junge Frauen, denen er Kokain verkauft hatte, zeigten ihn an. Darauf wurde er verhaftet. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stiess die Polizei auf die Blanko-Ausweise.

Sein Klient habe den Diebstahl gestanden, sagte Rey weiter. Er habe sich wegen seines Kokainkonsums in einer gefährlichen Spirale befunden. Als die Dealer gemerkt hätten, wo sein Klient arbeite, hätten sie ihn unter Druck gesetzt, ihnen Blanko-Papiere zu liefern. Der Albaner-Ring nutzten die offiziellen Dokumente, um gefälschte Ausweise herzustellen.

(sda)

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