Aktualisiert 10.04.2014 13:06

Wertvolles EigengewächsKoke: Die Auferstehung von Atlético

Atlético Madrids Koke war mit seinem Tor im CL-Viertelfinal dafür verantwortlich, dass Barcelona erstmals seit 2007 nicht im Halbfinal steht. Wer steckt hinter diesem Spitznamen?

von
Franziska Burkhard

Jorge Resurrección Merodio – so heisst Atléticos Supertalent, das sein Team gegen den FC Barcelona im Rückspiel in den Halbfinal der Champions League schoss, mit vollem Namen. Bekannt ist er eigentlich nur als «Koke». Trotzdem: Nomen est omen. Kokes mittlerer Name «Resurrección» bedeutet auf Deutsch «Auferstehung». Kaum ein Wort würde die Situation von Atlético Madrid besser beschreiben. Erstmals seit 40 Jahren stehen die Rojiblancos wieder unter den besten vier Teams in der Königsklasse – und auch in der Liga läuft es rund. Atlético thront in der Tabelle zuoberst. Der erste Meistertitel seit 1996 liegt in Griffnähe.

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg ist Koke. Der erst 22-jährige Flügelspieler ist ein Eigengewächs der Rojiblancos. Als Achtjähriger stiess er zum Verein, neun Jahre später gab er im September 2009 sein Debüt als Profi. In der Saison 2012/13 erkämpfte er sich schliesslich eine Stammposition.

Viele Stärken, wenig Schwächen

Den offensiven Mittelfeldspieler zeichnet vor allem seine Spielintelligenz und seine Flexibilität aus. Er vereint defensive und offensive Stärke, ist erfolgreich in Zweikämpfen und ausserordentlich passstark. Nicht umsonst wird er auch der «neue spanische Xavi» genannt. 81,7 Prozent seiner Pässe kommen in dieser Saison wettbewerbsübergreifend beim Mitspieler an. 14-mal folgte darauf in der Primera División ein Tor, zwei Assists kommen in der Champions League noch dazu. Von den Pässen Kokes profitiert oft Superstürmer Diego Costa, der meistens der Empfänger der Zuspiele des 22-Jährigen ist. Wie er gegen Barcelona bewiesen hat, kann er aber auch Tore schiessen. Sechsmal traf er in der spanischen Liga, einmal in der Champions League.

Gravierende Schwächen sind bei Koke hingegen nicht zu verzeichnen. Einzig seine eher geringe Körpergrösse von 178 Zentimeter macht ihn nicht gerade zum Kopfballungeheuer.

Kokes Goal gegen Barcelona im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals. (Quelle: Youtube)

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