07.04.2020 08:20

1 Tonne monatlich

Koks-Labor auf Anwesen von Botschafter entdeckt

Ein Drogenlabor auf seiner Finca in Kolumbien ist dem kolumbianischen Botschafter in Uruguay zum Verhängnis geworden. Der Politiker tritt zurück.

von
jd
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Fernando Sanclemente, kolumbianischer Botschafter in Uruguay, trat zurück, nachdem ein Drogenlabor mit ihm in Verbindung gebracht wurde.

Fernando Sanclemente, kolumbianischer Botschafter in Uruguay, trat zurück, nachdem ein Drogenlabor mit ihm in Verbindung gebracht wurde.

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Die kolumbianische Polizei hatte auf dem Grundstück der Familie Sanclemente in dem Departament Cundinamarco, 60 Kilometer von der Hauptstadt Bogotá entfernt, ein Labor entdeckt, in Brand gesteckt und fünf Personen festgenommen.

Die kolumbianische Polizei hatte auf dem Grundstück der Familie Sanclemente in dem Departament Cundinamarco, 60 Kilometer von der Hauptstadt Bogotá entfernt, ein Labor entdeckt, in Brand gesteckt und fünf Personen festgenommen.

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Berichten zufolge konnte dort mindestens eine Tonne Kokain pro Monat produziert werden.

Berichten zufolge konnte dort mindestens eine Tonne Kokain pro Monat produziert werden.

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Wie lokale Medien am Montag berichteten, reichte der kolumbianischen Botschafter in Uruguay, Fernando Sanclemente bei Kolumbiens Präsidenten Iván Duque seinen Rücktritt ein. Dies nachdem der kolumbianische Generalbundesanwalt in einem Fernsehinterview am Wochenende angekündigt hatte, ihn direkt mit dem Drogenlabor-Fund auf einem Grundstück in Kolumbien in Verbindung zu bringen.

Die Polizei hatte auf dem Grundstück der Familie des Botschafters, 60 Kilometer von der Hauptstadt Bogotá entfernt, im Februar ein Labor entdeckt, in Brand gesteckt und fünf Personen festgenommen. Berichten zufolge konnte dort mindestens eine Tonne Kokain pro Monat produziert werden, um dann ins Ausland transportiert zu werden.

«Kartoffeln statt Kokain»

Sanclemente erklärte sich von Anfang an unschuldig. Er behauptete, nichts von dem Labor gewusst zu haben. Von den 170 Hektar Land seien seit dem Jahr 2017 40 Prozent für den Anbau von Kartoffeln, Zwiebeln und anderen landwirtschaftlichen Produkten verpachtet.

Kolumbien ist nach Informationen der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2018 mit 169 000 bepflanzten Hektar einer der grössten Koka-Produzenten der Welt und verfügt über die Möglichkeit, 1120 Tonnen Kokain im Jahr herzustellen.

(jd/sda)

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