Kollaborateure zum Tode verurteilt

Aktualisiert

Kollaborateure zum Tode verurteilt

Ein palästinensisches Gericht in Gaza hat zwei Palästinenser wegen Kollaboration mit Israel zum Tode verurteilt.

Palästinensische Sicherheitskreise teilten am Dienstag ferner mit, die Autonomiebehörde sei entschlossen, stärker gegen mutmassliche Kollaborateure vorzugehen. Nach palästinensischen Informationen hat Israel vor allem in den vergangenen vier Jahren Dutzende von Palästinensern dazu gebracht, Einzelheiten zu gesuchten Extremisten und Anführern radikaler Gruppen preiszugeben.

Die Todesurteile gegen einen Vater und seinen Sohn wurden gemäss den Angaben bereits am Vortag gefällt. Die beiden waren im Juli unter dem Verdacht festgenommen worden, dem israelischen Geheimdienst Informationen über den Aufenthalt militanter Palästinenser gegeben zu haben, die später gezielt getötet wurden.

Unter anderem sollen sie Israel auch über den Hamas-Führer Abdel Asis Rantisi unterrichtet haben, der im Mai bei einem israelischen Raketenangriff ums Leben kam.

Die Todesurteile müssen jedoch zuerst von dem künftigen palästinensischen Präsidenten gebilligt werden. Die Wahlen sind für den 9. Januar angesetzt.

(sda)

Deine Meinung