Kolumbien erkennt Rechte homosexueller Paare an
Aktualisiert

Kolumbien erkennt Rechte homosexueller Paare an

Als erstes Land in Lateinamerika stellt Kolumbien homosexuelle Paare im Sozialrecht auf die gleiche Stufe wie die Ehe zwischen Mann und Frau.

Das Abgeordnetenhaus in Bogota verabschiedete ein entsprechendes Gesetz mit 62 zu 43 Stimmen. Nachdem der Senat bereits im April einer ähnlichen Vorlage zugestimmt hatte, müssen sich beide Kammern jetzt auf eine gemeinsame Fassung verständigen, die in der nächsten Woche Präsident Alvaro Uribe zur Unterschrift vorgelegt werden soll.

Die Reform gibt homosexuellen Paaren mit einer dauerhaften Beziehung in der Gesundheitsversicherung, bei der sozialen Absicherung und bei Erbschaften die gleichen Rechte wie verheirateten Paaren. Eine solche Regelung gibt es auf nationaler Ebene bislang in keinem anderen lateinamerikanischen Land. Alleinfalls einzelne Gliedstaaten oder Städte haben die sozialen Rechte homosexueller Paare anerkannt. Die Leiterin der kolumbianischen Vereinigung Columbia Diversa, Marcela Sanchez, erklärte, das neue Gesetz betreffe bis zu 300.000 Paare. (dapd)

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