Auf Twitter - Komiker nennt Andreas Glarner «Rassist», «Sexist» und «Trottel»
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Auf TwitterKomiker nennt Andreas Glarner «Rassist», «Sexist» und «Trottel»

Der Comedian und Kolumnist Patrick «Karpi» Karpiczenko hat sich einen Scherz auf Kosten des SVP-Nationalrats erlaubt. Dieser findets «primitiv», verzichtet aber auf juristische Schritte.

von
Patrick McEvily
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Der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner wurde Ziel eines Tweets. Darin wird er als «Rassist», «Sexist» und «Trottel» bezeichnet.

Der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner wurde Ziel eines Tweets. Darin wird er als «Rassist», «Sexist» und «Trottel» bezeichnet.

Tamedia
Der Tweet stammte vom Komiker und «Deville»-Mitproduzent Patrick «Karpi» Karpiczenko.

Der Tweet stammte vom Komiker und «Deville»-Mitproduzent Patrick «Karpi» Karpiczenko.

Screenshot/Instagram Patrick Karpiczenko
«Ein Rassist, ein Sexist und ein Trottel kommen in eine Bar. Sagt der Barkeeper: ‹Guten Abend Herr Glarner›», hatte dieser auf dem Kurznachrichtendienst geschrieben.

«Ein Rassist, ein Sexist und ein Trottel kommen in eine Bar. Sagt der Barkeeper: ‹Guten Abend Herr Glarner›», hatte dieser auf dem Kurznachrichtendienst geschrieben.

Karpi.ch

Darum gehts

  • Der ehemalige «Deville»-Mitwirker, Patrick Karpiczenko, hat auf Twitter einen bekannten Witz auf SVP-Politiker Andreas Glarner umgeschrieben.

  • Es liegt die Vermutung nahe, dass er damit auf den SVP-Politiker abzielt.

  • Dieser findet den Tweet geschmacklos, will aber nicht dagegen vorgehen.

Am Mittwochnachmittag um 15.01 Uhr setzt der Comedian und Kolumnist Patrick Karpiczenko einen Tweet ab, in dem er sich wohl auf den SVP-Nationalrat Andreas Glarner bezieht:

In einer Antwort auf seinen eigenen Tweet erklärt Karpiczenko, dass er den Tweet von einer anderen Userin abgekupfert hat, die geschrieben hatte: «Eine Trans-Hasserin, eine Rassistin und eine Antisemitin gehen in eine Bar. Sagt der Barkeeper: ‹Guten Tag Frau Rowling›». Damit spielte die Userin auf die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling an, die wegen ihren Äusserungen zu Trans-Menschen in der Kritik steht.

Andreas Glarner verzichtet auf weitere Schritte wegen Tweet

Auf Anfrage von 20 Minuten erklärt Andreas Glarner: «Gewisse Leute meinen, sie können auf Twitter sagen und tun, was sie wollen. Das will ich nicht weiter kommentieren». Den Tweet findet der Politiker «primitiv». Juristisch vorgehen möchte er allerdings nicht gegen Karpiczenko. Das sei «aussichtslos».

Patrick Karpiczenko hat sich per Chat ebenfalls den Fragen von 20 Minuten gestellt. Seine Intentionen hinter dem Tweet möchte er nicht angeben. «Als Satiriker mache ich Witze. Der Tweet ist einer davon. Witze zu erklären ist in der Regel unlustig, also mach ich das hier auch nicht.» Viel Kritik habe er allerdings noch nicht zu hören bekommen wegen seinem Tweet.

Der Comedian wurde mit seinen Auftritten in der SRF-Show «Deville» bekannt, die er auch mitentwickelt und bis im vergangenen Jahr als Headwriter betreut hat. Seit einiger Zeit schreibt er zudem eine regelmässige Kolumne in der «NZZ am Sonntag». Karpiczenko ist Mitinhaber einer Produktionsfirma und betätigt sich gemäss seiner eigenen Webseite daneben auch als Autor und Regisseur für Drehbücher und Games.

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