Luzerner «Tatort»: Kommissar Flückiger trinkt gern Luzerner Bier
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Luzerner «Tatort»Kommissar Flückiger trinkt gern Luzerner Bier

Über den neusten Luzerner «Tatort» scheiden sich die Geister. Ganz viel Freude hatte jedoch die Brauerei Luzern. Ihr Bier hatte im Film gleich mehrere Auftritte – nicht zum ersten Mal.

von
gwa
Trinkt im neusten «Tatort» Luzerner Bier: Kommisar Flückiger (Stefan Gubser).

Trinkt im neusten «Tatort» Luzerner Bier: Kommisar Flückiger (Stefan Gubser).

Screenshot SRF

Viel haben Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) jeweils zu tun, wenn sie einen neuen Fall im Luzerner «Tatort» lösen und den Täter ausfindig machen müssen. So viel Arbeit macht durstig. Kein Wunder also, dass sich das Luzerner Ermittler-Duo auch mal bei einem Feierabendbier noch über die Hintergründe des Fall sinniert. So kamen etwa schon die Bar 58 an der Klosterstrasse oder der Brezelkönig am Bahnhof zu ihren 15 Minuten Ruhm.

Bei der neusten Luzerner Ausgabe mit dem Titel «Zwei Leben» hat nun die Brauerei Luzern ihren grossen Auftritt: So trinkt Flückiger etwa mit dem Buschauffeur in dessen Wohnung mehrere Biere. Nicht irgendwelche, sondern solche der Marke Luzerner Bier. Später gönnt sich der Kommissar im Sizini Grillhaus in Emmenbrücke wieder ein Luzerner Bier.

«Wer es kennt, hat das natürlich bemerkt»

Darüber freut sich David Schurtenberger, Geschäftsführer der Braueri Luzern AG: «Das ist natürlich lässig», sagt er. «Wir freuen uns über den Auftritt unseres Bieres.» Zwar war die Etikette auf den Flaschen nie ganz zu sehen, aber: «Wer es kennt, hat das natürlich bemerkt.»

Wohl auch 2013, als das Bier in der Folge «Schmutziger Donnerstag» zu sehen war: «Wir hatten Rückmeldungen von Kunden, die vorbei kommen, oder per Telefon. Die freuen sich auch darüber.» Einen «Verkaufsschub» spüre man jedoch jeweils nicht.

Einen Vertrag mit den «Tatort»-Machern habe man allerdings nicht. «Wir beliefern die Produktionsfirma», sagt der Geschäftsführer. Dabei sei man auch um das Catering besorgt und habe Bier geliefert. «Wir haben darum gebeten, das Bier nach Möglichkeit im Film unterzubringen.»

Aufmerksamkeit durch soziale Medien

«Nein, es besteht keine Vereinbarung», sagt auch Esther Rutschmann von SRF. Ausgewählt würden die Gegenstände von den für Austattung und Requisiten zuständigen Personen. «Wir möchten die Marke nicht in Szenen setzen und achten darauf, dass man diese möglichst nicht erkennt. Nur Personen, die dieses Bier trinken, werden es auch erkennen», sagt sie weiter.

«Gerade für ein lokales Bier kann die überregionale Ausstrahlung interessant sein», sagt der Zürcher PR-Experte Fidel Stöhlker. Dass dadurch viel mehr Bier verkauft werde, glaubt aber auch Stöhlker nicht. Ein Verkaufsschub könne sich dann einstellen, «wenn es ganz konkret platziert wird», sagt er. Für solche Platzierungen müsse man jedoch viel Geld bezahlen.

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