Aktualisiert 16.02.2005 17:40

Kommission will Strommarkt in einem Schritt öffnen

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) des Nationalrats will den Schweizer Strommarkt in einem einzigen Schritt öffnen.

Sie widersetzt sich damit den Plänen des Bundesrats, der sich für ein zweistufiges Vorgehen ausgesprochen hatte. Für die Übertragung soll eine private AG zuständig sein.

Wie die Kommission am Mittwoch bekannt gab, fiel der Entscheid zu Gunsten einer einstufigen Marktöffnung mit 13 gegen elf Stimmen. Dabei zeigte sich die Mehrheit der UREK überzeugt davon, dass das vorgeschlagene Wahlmodell für eine abgesicherte Stromversorgung (WAS) vor allem den kleineren Strombezügern in Gewerbe und Haushalt entgegenkommt und damit auf eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung stossen wird, wie es heisst.

Bei der Frage nach dem künftigen Betreiber eines schweizerischen Übertragungsnetzes sprach sich die Kommission für das Modell einer unabhängigen und privatrechtlich organisierten Aktiengesellschaft aus. Dabei soll der Bundesrat die Kompetenz erhalten, diese AG für den Abruf von so genannter Regelenergie vorrangig auf die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern zu verpflichten. Bei der künftigen Ausgestaltung der Elektrizitätskommission (ElCom) folgte die UREK weitgehend den Vorschlägen des Bundesrats. An der nächsten Sitzung in gut einem Monat will die Kommission weitere Entscheide zur Frage der erneuerbaren Energien fällen.

(dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.