Luftlecks und technische Störungen - Kommt bald das Aus der Internationalen Raumstation ISS?
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Luftlecks und technische StörungenKommt bald das Aus der Internationalen Raumstation ISS?

Wie lange wird die Internationale Raumstation noch in Betrieb bleiben? Ihre Zukunft ist ungewiss. Russland könnte bereits ab 2025 aussteigen.

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Die Internationale Raumstation ISS machte zuletzt wegen Luftlecks Schlagzeilen. Jetzt steht sie vor dem Aus.

Die Internationale Raumstation ISS machte zuletzt wegen Luftlecks Schlagzeilen. Jetzt steht sie vor dem Aus.

Wikipedia/Nasa/Gemeinfrei

Darum gehts

  • Die Internationale Raumstation ISS ist über 20 Jahre alt.

  • Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos will «nach 2024» über ihre Zukunft entscheiden.

  • Laut Vize-Regierungschef Juri Borissow könnte Russland schon ab 2025 aus dem Projekt aussteigen.

Ein Forschungsteam fand im März unbekanntes Leben auf der Internationalen Raumstation (ISS). Der Fund könnte die Weltraumforschung revolutionieren – und doch steht die ISS vor dem Aus. Nach 2024 werde eine Entscheidung über ihre Zukunft auf Grundlage des technischen Zustands der Station getroffen, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Sonntag der Staatsagentur Tass zufolge mit. Die bislang gültige Vereinbarung der internationalen Partner sieht einen Weiterbetrieb zunächst noch für die nächsten drei Jahre vor.

Vize-Regierungschef Juri Borissow sagte dem Staatsfernsehen, Russland könnte schon ab 2025 aussteigen. «Es ist mehr als fair, sie (die Partner) rechtzeitig zu warnen». In der vergangenen Zeit habe es immer häufiger Berichte über technische Störungen gegeben, sagte er. Zuletzt stand die ISS wegen Luftlecks in den Schlagzeilen.

Offiziell noch nicht bestätigt

Erst Anfang März hatte der Vize-Vorsitzende des russischen Raumfahrtunternehmens RKK Energija, Juri Gidsenko, gesagt, dass die ISS bis mindestens 2028 im All bleiben solle. Diese Entscheidung sei auf «höchsten Ebenen» getroffen worden. Russland will eine neue Raumstation bauen. Offiziell gab es aber noch keine Entscheidung dazu.

Beschlossen hat Roskosmos Tass zufolge, dass in Zukunft das neue Raumschiff «Orjol» (Adler) – der Nachfolger der «Sojus» – im Süden Russlands bei der Stadt Orenburg landen soll und nicht mehr in der Steppe in der zentralasiatischen Republik Kasachstan.

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(DPA/mur)

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