Kommt mit dem Matador MH bald ein Wasserstoff-Hypercar aus der Slowakei?
Bislang ist der Wasserstoff-Supersportwagen Matador MH2 leider nur ein Showcar. 

Bislang ist der Wasserstoff-Supersportwagen Matador MH2 leider nur ein Showcar. 

Matador Group
Publiziert

Matador MH2Kommt bald das Wasserstoff-Hypercar aus der Slowakei?

Damit elektrische Sportwagen kein Reichweitenproblem bekommen, wäre der Brennstoffzellenantrieb eine Lösung. Der 600 PS starke Matador MH2 zeigt, wie das gehen könnte.

von
Mario Hommen

Für eine Sportwagenmarke wäre Matador eigentlich ein passender Name – er verspricht Kühnheit und südländisches Flair. Tatsächlich steckt dahinter die Matador Group, ein in der Slowakei beheimateter Autozulieferer. Dieser versorgt allerdings die Autohersteller nicht nur mit Fahrzeugteilen, sondern entwickelt neuerdings auch ganze Autos, wie das Sportwagen-Konzept MH2 beweist. Die Technische Universität Košice ist zudem als Entwicklungspartner am Projekt beteiligt.

Keine Reichweiten-Zahlen

Der MH2 hat ein Mittelmotor-Layout mit Elektroantrieb samt Brennstoffzellentechnik. Der gasförmige Wasserstoff wird in zahlreichen zylindrischen Druckbehältern im Heck mitgeführt, die über einen zentralen Füllstutzen in wenigen Minuten nachgefüllt werden können. Die Leistungseckdaten der Brennstoffzelle sowie die Speicherkapazität der Wasserstoff-Niederdrucktanks werden nicht genannt, auch eine mögliche Reichweite ist nicht bekannt. Verraten werden bis anhin nur wenige technische Daten wie die Motorleistung von 450 kW/600 PS, eine Sprintzeit von 3,9 Sekunden bis Tempo 100 und 250 km/h Topspeed.

Ein gewaltiger Diffusor und flache, breite LED-Rückleuchten dominieren das Heck des MH2.

Ein gewaltiger Diffusor und flache, breite LED-Rückleuchten dominieren das Heck des MH2.

Matador Group
Schalter und Knöpfe sind im Cockpit Mangelware, dafür gibt es zwei hochformatige Displays übereinander und Touch-Flächen. 

Schalter und Knöpfe sind im Cockpit Mangelware, dafür gibt es zwei hochformatige Displays übereinander und Touch-Flächen. 

Matador Group
Der gasförmige Wasserstoff wird in zylindrischen Druckbehältern im Heck mitgeführt. 

Der gasförmige Wasserstoff wird in zylindrischen Druckbehältern im Heck mitgeführt. 

Matador Group

Der MH2 macht keinen Hehl daraus, dass er noch im Stadium eines Showcars ist. Äusserlich erinnert die Wasserstoffflunder an den Pininfarina Battista. Von der Nase über die Fahrerkanzel bis ins Heck zieht sich eine einzige Glasfläche, das Heck des Zweiplätzers wird von einem riesigen Diffusor dominiert. Im Cockpit sind Knöpfe und Schalter Mangelware, stattdessen gibt es zwei hochformatige Displays übereinander, Touch-Flächen und einen ansehnlichen Materialmix.

Hol dir den Auto-Push!

Heisse News aus der Auto- und Mobilitätswelt, die neusten Modelle im Test und Experten-Kolumnen zu  rechtlichen und technischen Fragen: All das erwartet dich, wenn du den Auto-Push abonnierst.


So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Auto» an – schon läufts.

Die von Matador veröffentlichten Fotos lassen auf ein seriennahes Qualitätsniveau schliessen, doch ob es zu einer Serienfertigung kommen wird, bleibt abzuwarten. Offiziell ist sie nicht vorgesehen. Laut Matador verkörpert der MH2 die höchste Stufe eines Showcars und ist damit noch kein voll funktionsfähiger Prototyp. Seine Aufgabe sei es, zukünftige Technologien aufzuzeigen, die in den kommenden Jahren realisiert werden.

Deine Meinung

38 Kommentare