Aktualisiert 08.12.2008 10:44

StudieKommt das Leben aus dem All?

Meteoriteneinschläge könnten zur Entstehung von Leben auf der Erde beigetragen haben. Das schliessen japanische Forscher aus Laborsimulationen, bei denen chemische Verbindungen entstanden, die zu den Grundbausteinen heutiger Lebewesen zählen.

Die Forscher der Tohuko-Universität in Sendai simulierten im Labor einen Meteoriteneinschlag in die Ozeane der jungen Erde. Meteoriten bestehen gewöhnlich aus Kohlenstoff, Eisen und Nickel. Die frühen Ozeane enthielten neben Wasser vermutlich auch Ammoniak, eine Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff.

Wie die Forscher im Fachmagazin «Nature Geoscience» berichten, beschossen sie Gemische der fünf Substanzen in einem Edelstahlbehälter mit einer Spezialkanone. Damit stellten sie die Druckverhältnisse bei einem Meteoriteneinschlag nach.

Bei Einschlaggeschwindigkeiten von etwa einem Kilometer pro Sekunde bildeten sich diverse Verbindungen auf Kohlenstoffbasis und damit mögliche Auslöser für die spätere Entstehung von Leben. Zu den entstandenen Verbindungen zählen Fettsäuren und die Aminosäure Glycin.

Viele Meteoriten seien wohl mit mindestens doppelt so hohem Druck auf die Erde eingeschlagen, schreiben die Forscher. Dabei seien womöglich sehr viel komplexere Substanzen entstanden als bei ihrem Laborversuch. Sie spekulieren, dass sich durch wiederholte Einschläge auch zunächst einfache Verbindungen zu grösseren Molekülen weiterentwickelt haben könnten. (sda)

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