Nicht jedes Jahr zum Piks - Kommt der langfristige Coronaschutz für die Welt aus der Schweiz?
Publiziert

Nicht jedes Jahr zum PiksKommt der langfristige Coronaschutz für die Welt aus der Schweiz?

Das Unternehmen Rocket Vax forscht gemeinsam mit diversen Basler Institutionen an einem neuen Corona-Impfstoff, welcher besser gegen Mutationen schützen soll.

von
Seline Bietenhard
1 / 5
In Basel wird ein neuer Coronavirus-Impfstoff erforscht, der besser schützen soll.

In Basel wird ein neuer Coronavirus-Impfstoff erforscht, der besser schützen soll.

Universität Basel/Thomas Klimkait
Hierfür arbeiten diverse Basler Institutionen mit dem Schweizer Biotech-Startup Rocket Vax zusammen.

Hierfür arbeiten diverse Basler Institutionen mit dem Schweizer Biotech-Startup Rocket Vax zusammen.

20min/Simon Glauser
So soll eine Impfung nicht jedes Jahr neu aufgefrischt werden, wie bei den momentanen Impfungen davon ausgegangen wird. 

So soll eine Impfung nicht jedes Jahr neu aufgefrischt werden, wie bei den momentanen Impfungen davon ausgegangen wird.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • In der Region Basel wird ein neuer Corona-Impfstoff erforscht.

  • Hierfür arbeiten diverse Basler Institutionen mit dem Unternehmen Rocket Vax zusammen.

  • Das Ziel ist, eine neue Generation von Impfstoffen zu entwickeln.

  • Diese sollen besser gegen Virusmutationen schützen und einen längerfristigen Impfschutz bieten.

Das Universitätsspital Basel hat zusammen mit der Universität Basel und dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Rocket Vax, einem Schweizer Biotech-Startup, beschlossen. Sie forschen gemeinsam an der Entwicklung eines neuen Coronavirus-Impfstoffs, wie sie in einer gemeinsamen Medienmitteilung schreiben.

Ziel der Forschung ist es, eine neue Generation von Impfstoffen zu entwickeln, die besser gegen Virusmutationen schützen und einen längerfristigen allgemeinen Impfschutz bieten sollen. So soll eine Impfung nicht jedes Jahr neu aufgefrischt werden, wie bei den momentanen Impfungen davon ausgegangen wird.

«Unser Impfstoff basiert auf einem optimalen Coronavirus»

Thomas Klimkait, Virologe an der Universität Basel, ist Projektleiter der Impfforschung im Auftrag der Firma Rocket Vax. Laut Klimkait basiere der neue Impfstoff auf einem optimalen und vollständigen Coronavirus. «Dieses Virus wurde genetisch aber verändert und hat einen Defekt, den es nicht reparieren kann: Es kann sich nicht vermehren und macht damit nicht krank», so der Virologe. Ebenfalls sei es nicht in der Lage, zu mutieren.

«Unser Impfstoff konfrontiert das menschliche Immunsystem mit einer grossen Anzahl von Virusteilen, nicht nur mit einem Virusprotein wie die jetzigen Impfstoffe. Damit kann eine langfristige Abwehrreaktion des Körpers ausgelöst werden und man ist besser gegen allfällige Mutationen geschützt», sagt Klimkait. Dieses Verfahren sei bereits bekannt und wurde unter anderem bei der Entwicklung der Masern-Impfung eingesetzt.

Regionaler Impfstoff könnte Schweiz und Ausland nützen

Das Universitätsspital Basel finanziert laut der Medienmitteilung eine Million Franken für die bereits begonnene Forschung am neuen Impfstoff. Die Universität Basel und das Swiss TPH beteiligen sich mit Infrastrukturen und personellen Ressourcen. Der Kanton Basel-Stadt unterstützt die Zusammenarbeit ebenfalls mit einer Million Franken und sieht Potenzial in dem Projekt. Man erhofft sich, dass von einem regional entwickelten Impfstoff neben der Schweiz auch das Ausland profitiert.

Deine Meinung

4 Kommentare