Alberto Contador: Kommt die ganze Wahrheit nun ans Licht?
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Alberto ContadorKommt die ganze Wahrheit nun ans Licht?

Immer tiefer rutscht Contador in den Doping-Sumpf. Nach den ersten, schweren Vorwürfen will ein belgisches Magazin nun die «Wahrheit über Contador» veröffentlichen.

von
pre

Alberto Contador wehrt sich nach wie vor vehement gegen die Dopingvorwürfe, die gegen ihn erhoben werden. Doch während der Tour-de-France-Sieger mit Verleumdungsklagen gegen die Medien droht, braut sich über ihm das nächste Gewitter zusammen. Das belgische Magazin «Humo» glaubt die «Wahrheit über Contador» zu wissen und verspricht für den kommenden Dienstag eine grosse Enthüllung.

Demnach soll Contador nach der Dauphiné Libéré, einem Vorbereitungsrennen für die Tour de France, eine Eigenblutentnahme vorgenommen haben. Ein Insider aus dem Astana-Team wird folgendermassen zitiert: «Das Blut enthielt noch immer etwas Clenbuterol, das aus einer Kur zur Gewichtsreduzierung stammte. Contador hatte im Juni etwas Übergewicht. Es waren ein bis zwei Pfund. Man nimmt Clenbuterol, um die letzten Kilos zu verlieren und gleichzeitig einen Muskelabbau zu verhindern.»

Heimatstadt hält zu seinem Helden

Contador führt seine Clenbuterol-Werte auf den Genuss von kontaminiertem Kalbfleisch zurück. Der Einsatz des Mastmittels ist in Europas Tierzucht jedoch strengstens verboten. Contador war am 21. Juli positiv auf Clenbuterol getestet worden, das man in der Urinprobe des Spaniers fand. Weil in der Probe aber auch Spuren von sogenannten Weichmachern festgestellt worden sein sollen, hegt die Fachwelt den Verdacht, dass die verräterischen Clenbuterol-Reste bei einer vorher durchgeführten Eigenblut-Transfusion ins Blut des Profis gelangt sein könnten.

Die Schlinge um Contador scheint sich also immer mehr zuziehen. In seiner Heimatstadt scheint aber trotzdem niemand an die Schuld des «Pistoleros» zu glauben. In Pinto ziert ein gelbes Transparent das Rathaus. Der Bürgermeister sollte damit ein Zeichen der Solidarität für den berühmtesten Einwohner der 44 000-Einwohner-Stadt setzen. (pre/si)

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