Aktualisiert 29.11.2011 08:43

FCZ-KriseKommt es im Winter zum Ausverkauf?

Hereinspaziert zum Winterschlussverkauf! Günstig abzugeben bei «Cillos Restposten» sind FCZ-Spieler jeden Alters und jeder Position.

von
Sandro Compagno
Admir Mehmedi verlässt enttäuscht die AFG Arena in St. Gallen. (Key/Ennio Leanza)

Admir Mehmedi verlässt enttäuscht die AFG Arena in St. Gallen. (Key/Ennio Leanza)

Nach der 2:4-Niederlage im Achtelfinal des Schweizer Cups gegen das unterklassige St. Gallen stellt man sich beim FCZ die Grundsatzfrage. Wie weiter? Gebetsmühlenartig wiederholen Präsident Ancillo ­Canepa und Sportchef Fredy Bickel seit Wochen, dass Trainer Urs Fischer trotz anhaltender Erfolglosigkeit kein Thema sei. Bleibt die Mannschaft, die in den letzten Wochen Auflösungstendenzen zeigte: Neben dem Tafel­silber namens Ricardo Rodriguez, der im Sommer für gewünschte zehn Millionen Franken verhökert werden soll, plagt auch Admir Mehmedi, Adrian Nikci und Jorge Teixeira das Fernweh.

Sie alle haben Verträge über das Saisonende hinaus. Sieben FCZ-Spieler dagegen erreichen bereits im Sommer 2012 das Vertragsende: Es sind dies die Goalies Leoni und Guatelli, Verteidiger Barmettler, ­die Mittelfeldspieler Djuric, Margairaz und Captain Aegerter sowie Stürmer Alphonse. «Es braucht eine Blutauffrischung in der Mannschaft», sagt Sportchef Bickel. Und: «Wir sind verhandlungsbereit.» Im Klartext: Wer Interesse und ein paar Hunderttausend Franken hat, der darf sich bedienen.

Der FCZ muss sein Kader reduzieren. 25 Spieler sind mit Profi-Verträgen ausgestattet, das sind zu viele für einen Frühling ohne Schweizer Cup und mutmasslich ohne Europe League. Bickel hat den Handlungsbedarf erkannt, doch er ist skeptisch, ob er überhaupt handeln kann: «Ich bin nicht sicher, ob sich im Winter Chancen ergeben.»

Die Nachfrage nach den Zürcher Krisen-Kickern ist – von wenigen Ausnahmen abgesehen – zumindest überschaubar.

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