Aktualisiert 14.06.2005 23:44

Kommt Jackson wieder gross raus?

Was wird nach dem Freispruch aus Michael Jackson? Bekommt er im Sinne seiner bislang letzten Single «One More Chance» noch eine Chance zur erneuten Thronbesteigung als King of Pop?

Der renommierte Plattenfirma-Boss Antonio Reid schliesst das nicht aus: «Er muss sich nur darauf konzentrieren, gute Musik zu machen und diese bei grossartigen Live-Auftritten vorzuführen.»

Zunächst muss Jacko aber seinen Schuldenberg von über 200 Millionen Dollar abbauen. Erwartet wird, dass der Popsänger die Neverland-Ranch und seine Rechte an den Beatles-Songs verkauft.

Manche, darunter einer seiner Brüder, prophezeien einen Umzug Jackos nach Europa, «wo man Michael noch wirklich liebt». Derweil sagt Prediger Jesse Jackson: «Er möchte einen Vergnügungspark in Afrika bauen. Da könnten Kinder aus aller Welt hinkommen, um zu spielen und etwas zu lernen.»

Jackson dankt Familie und Fans

«Danke an meine Familie, meine Freunde und Fans für all eure Liebe und Unterstützung», hiess es in einer Botschaft, die am Dienstag auf Jacksons Website verbreitet wurde. «Ich werde niemals vergessen, dass ich euch alle liebe. Michael.»

Es handelte sich um die erste öffentliche Stellungnahme des 46-Jährigen nach seinem Freispruch. Der Prozess gegen den «King of Pop» war am Montag nach mehr als viermonatiger Verhandlung mit einem Freispruch in allen zehn Anklagepunkten zu Ende gegangen.

Jacksons Anwalt Thomas Meserau erklärte im TV-Sender NBC, sein Mandant wolle nie wieder Minderjährige in sein Bett lassen. Angesichts der «falschen Anschuldigungen» gegen ihn wolle sich der Popstar in diesem Punkt nicht mehr angreifbar machen.

Während des Prozesses habe er sich um Jackson sehr gesorgt, sagte Mesereau. «Er hat sehr abgenommen, er konnte nicht schlafen, manchmal haben wir noch um drei, vier Uhr morgens geredet.» Für die gesamte Jackson-Familie sei der Prozess «sehr, sehr schwierig» gewesen. «Jetzt kann er sein Leben wieder aufbauen.»

Der Verdacht des Kindesmissbrauchs blieb an Jackson allerdings trotz des Freispruchs hängen. «Ich glaube, dass Michael Jackson wahrscheinlich Jungen belästigt hat», räumte einer der Geschworenen im Fernsehen ein.

Für einen Schuldspruch hätten jedoch die Beweise gefehlt: «Man sucht nach einem rauchenden Colt, nach etwas Greifbarem. In diesem Fall hatten wir Probleme, so etwas zu finden.»

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