Mister Schweiz 2011: Kommt jetzt der Langhaar-Mister?
Aktualisiert

Mister Schweiz 2011Kommt jetzt der Langhaar-Mister?

Rund 400 Schönheiten bewarben sich als Mister Schweiz 2011. Ein haariger Trend zeichnet sich ab: Die Jungs zeigen Mut zur Weiblichkeit – und machen lange Männermatten krönchentauglich.

von
Bettina Bendiner

Am 2. April 2011 schlägt Jan Bühlmanns letztes Stündchen als «Mister Schweiz 2010». Dann muss er das Krönchen weitergeben. Die Bewerbungsfrist für den 13. Mister-Titel lief am 30. November ab. Und die Zahl 13 birgt für einmal keine Gefahren, sondern haarige Aussichten.

«Mir fällt auf, dass dieses Jahr sehr viele langhaarige Männer dabei sind», sagt Mister-Schweiz-Organisator Urs Brülisauer. Vereinzelt bewiesen gestandene Kerle bereits Mut zur Länge: 2010 versuchten Daniel Mkongo und Mike Leuenberger ihr Glück – und scheiterten. Auch Mister-Coiffeur Sandro Bross betrachtet den Rapunzel-Trend skeptisch: «Er muss dann wirklich ein tougher Typ sein, ein richtiger ‹Marlboro-Mann›. Zu einem schmalen Wurf wie mir würden lange Haare gar nicht passen.»

Passts nicht, macht Bross kurzen Prozess. «Wenn es gar keinen Sinn macht mit der langen Mähne, dann schneiden wir sie einfach ab. Solche Typ-Veränderungen sind doch total spannend.» Es sei nicht immer leicht, ein drastisches Umstyling an den Mann zu bringen: «Man muss es den Jungs als Lebensgefühl verkaufen. Wenn man sagt, ‹ich mach dir Mèches›, machen sie grosse Augen. Aber wenn ich ihnen verspreche, ein wenig Sommer in ihr Haar zu bringen, sind sie dabei.» Doch im Kern sind die Jungs simpel gestrickt: «Hauptsache, sie sehen cool aus», so Bross.

Schrumpfkur für Mister Schweiz

Doch nebst Langhaar-Beautys trumpfen dieses Jahr laut Brülisauer auch Blondinen auf. «Wir haben sehr viele, sehr spannende Kandidaten. Bis jetzt waren die Bewerbungen immer etwas einseitig.» Doch es wird eng für Tarzan und seine haarigen Freunde – 2011 dürfen nur noch 12 statt 16 Kandidaten antreten. «Wir wollen bei der Show jedem Einzelnen mehr Platz einräumen», begründet Brülisauer die Schrumpfkur.

Spannend bleibts trotzdem: «Es gibt zum ersten Mal vielversprechende Bewerber mit asiatischem Hintergrund. Und sogar ein paar Glatzköpfe», freut sich der Mister-Chef. Und behaart oder nicht – oben ohne müssen alle schaulaufen.

Deine Meinung